Jammerpause :-) oder: Schwangersein macht Spaß (30. Schwangerschaftswoche)

22. Juni 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Meine letzte Woche …

Angelegentlich bin ich ja depressiv, zzt. schwangerschaftsdepressiv, das merke ich immer dann, wenn der graue, schwere Mantel der Melancholie von meinen Schultern rutscht und die lähmende Last von heiterer Gelassenheit abgelöst wird … die letzte Woche war schön!

Der Nestbautrieb nimmt zarte, aber immerhin Ausmaße an. Das äußert sich dann in IKEA-Besuchen (Gardinen), Fensterrahmenausmessen (für IKEA), im Kaufen braun-weiß-geringelter Puckdeckchen und Mützchen (10% Zwillingsrabatt)  und dem innigen Wunsch, Staub zu wischen (den Wunsch habe ich sonst nie).

Es macht Spaß, Passanten auf der Straße oder auch vorbeimarschierenden Bekannten („Wann ist es denn soweit?“) einen kleinen Schreck einzujagen, wenn ich ihnen sage, dass wir drei eigentlich noch zehn Wochen vor uns haben …  ich bin ein großer schwarzer Ballon … meine T-Shirts enden kurz über dem Bauchnabel (Belly Belts sind die Lösung), und ich habe immer noch keine zeltartigen geringelten Hemden für unseren Krankenhausaufenthalt gefunden. Die gibt es wahrscheinlich gar nicht für unsere Ausmaße, und wenn die Größe stimmt, dann sind sie rosa oder hellblau und haben Bärchen oder Engelchen auf der Vorderseite (welche Frau zum Geier zieht denn sowas an?).

Und die Resignation angesichts meiner aktuellen sportlichen Leistungen (Rückweg von der Tagesmutter: 60 Min (mit Zeitungspause auf der Bank in der Füßgängerzone)) verwandelt sich in gemütliche Gelassenheit.

So lässt es sich leben … die Schwangerschaftshormone verlangsamen eben nicht nur Bewegungsabläufe und Gliedmaßen, lassen mich anschwellen und machen mich träge („Mama Necke?“ fragt der nicht mehr ganz so mini Sohn den Vater, „Ja“, sagt der, „Mama ist wie eine Schnecke“. (Ich hatte nicht einmal die Kraft, die beiden mit Schnecken zu bewerfen.)), sondern greifen auch mein Gehirn an. Was spricht dagegen, unbeweglich, gestützt von vier Kissen und zwei Decken im Bett zu liegen und stumpfsinnig den Bauch zu bewundern? Diskussionen ncht mehr folgen zu können? Kinderkrimis zu lesen? Irgendwann wird mein Gehirn wiederkommen. Hoffe ich zumindest.

Oh, und die Freude. Wie ein hauchdünner Schleier zieht sie ein, bisher war sie unter dem Sorgenberg verschüttet … Zwillinge … was zuerst klang wie ein Schicksalsschlag verwandelt sich in Freude. Ein Baby ist schon was ganz besonderes, und nun zwei … ich freue mich auf den Moment, wo sie in ihren geringelten Puckdeckchen neben meinem Bett liegen und ins Licht blinzeln.

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