Ö! Rörörörö! Öh!

29. Oktober 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Unsere Kinder reden. Heute war die fleißigste Haushaltshilfe der Welt da, und ich habe  voll Mutterstolz gesagt: „Stell dir vor, der Maxe kann schon sprechen“. Ich beugte mich über den Wickeltisch, auf dem zwei nicht mehr ganz so Winzlinge lagen und mich mit braunen bzw. blauen Babyaugen fixierten: „Maxe, sag mal „öh“!“

„Öh!“ sagte der Maxe und grinste zahnlos und mit lachenden Augen. Sohni steht dem in nichts nach und sagte: „Rörörö!“

Seit ein paar Wochen folgen sie uns mit den Augen und fixieren uns. Dann kam das Lachen. Und nun die Öhs. Wir sind hin und weg und voller Elternstolz.

Gestern waren wir bei der U4. Der Kinderarzt war sehr zufrieden, und wir vermuten beide, dass wir wohl ziemlich schnell aus dem Frühchen-Förderprogramm rausfliegen werden. Der erste Termin ist im Dezember, dann müssen wir uns bei Sozialpädiatrischem Zentrum vorstellen. Der Maxe-Bär hat eine etwas hohe Muskelspannung und biegt sich nach hinten durch. Eventuell wird er noch Krankengymnastik erhalten. Dafür steht bei Sohni nun „Hypotonie“, was bedeutet, dass er wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängt, nämlich einigermaßen schlapp in unseren Armen, aber nicht schlimm, denn andererseits ist er ziemlich aktiv und strampelt und bewegt sich auf seinem Babydeckchen.

Insgesamt machen sie sich prächtig und eigentlich weisen nur die Monitore darauf hin, dass es noch ratsam ist, ihre Atmung zu überwachen.

Maxe hat sich verdreifacht und wiegt nun 5.900 gr, Sohni einen Kilo weniger, 4.940 gr. Maxe ist 63 cm groß, Sohni 59 cm. Das ist schon ein witziger Anblick, wenn die beiden nebeneinander liegen. Auch in ihren Vorlieben unterscheiden sie sich kolossal. Maxe ist ein großer Schmuser und hockt gerne im Tragetuch, in dem er sich sofort beruhigt. Sohni mag liegen und strampeln und schnullern. Maxe kreiiiiiiiischt und klingt dabei ziemlich schriiiiiiiillllll, während Sohni inzwischen vogelähnliche Laute machen kann (ein hohes, lautes Aufkreischen im Schlaf), die mir das Adrenalin ins Blut jagen. Aber Maxes Lautstärke ist nicht zu überbieten. Ich höre ihn mit Ohropax, wenn er sich zwei Zimmer weiter weg befindet. Beim Kinderarzt hat er gebrüllt und gekreiiiiiiiiischt wie am Spieß, was einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, ich und die Arzthelferin waren schweißgebadet … Nun sind wir aber erstmal soweit versorgt, die Kinder sind geimpft, geschallt (Hüftscreening) und beobachtet worden, bekommen erstmal weiterhin Biber-Eisentropfen, aber in zwei Wochen werden noch mal die Blutwerte bestimmt, ob das immer noch nötig ist.

Das Krankenhaus ist weit, weit weg …

Und abends hocken wir Eltern zusammen und schwärmen von unseren Kindern. Gestern hat der beste Ehemann der Welt laut überlegt, dass wir ja ins Wohnzimmer ziehen könnten, falls noch ein Kind kommen sollte …

Schön wäre es, aber mal ehrlich: Wir sind ja schon ziemlich alt … erstmal umziehen, das erste Nahziel, den Kindergarten, abwarten und die Diplomarbeit schreiben … wer weiß schon, was die Zukunft bringt.

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