Rückbildung und ich. Teil 2.

3. Dezember 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute war ich ein Halm im Wind und habe am rechten Rippenbogen vorne eingeatmet und am linken Rippenbogen rechts hinten ausgeatmet.

Ich habe mir vorgestellt, ein Schmetterling säße auf meinem Schambein, den ich mit lauten „Tack Tack“ Rufen und Schütteln des Beckens vertreiben sollte.

Ich war ein angespannter Tiger, der mit geradem Rücken und hängendem Bauch auf der Turnmatte verharrte. (mein Bauch sieht traurig aus, ich habe ihn mir gestern im Spiegel angeschaut, rundum den Nabel sieht es welk und alt aus, aber immerhin verblassen so langsam die flussartigen Mäander, die in purpurrot leuchteten, und der Bauchnabel ist nicht mehr schwarz pigmentiert).

Ich habe die Feldenkrais-Uhr kennengelernt (und fand sie gar nicht so schlecht), und habe in der Rumpelstilzchen-Übung Balance geübt.

Ich habe aufgespannt auf dem Boden gelegen und mich gefühlt wie ein seziertes Tier (oder zumindest denke ich, dass ein seziertes Tier sich so fühlen würde, wenn es noch fühlen könnte), während ich diese Haltung mit einer diagonalen Atmung (durch den rechten Sitzbeinhöcker ein und durch die linke Schulter aus und umgekehrt) fixiert habe.

Ich habe auf Unterarmen und Zehenspitzen balanciert, die Knie nur wenige Zentimeter über dem Boden und mit dem Körper gewippt, was schon irgendwie anstrengend war, ja, mach das mal nach! (und dabei laut „Wipp“ und „Wapp“ rufen)

Und ich habe auf dem Rücken gelegen, mein Becken Richtung Knie aufgerollt, die Zehen Richtung Schienbein gezogen, mit der Ferse in die Matte gedrückt und bei irgendeiner dieser Übungen, bei der wir laut „Chchchchchchch“ zischten, war ich froh, dass meine Mattennachbarinnen so laut waren, dass es gewiss nicht auffiel, dass ich nicht mitgezischt habe.

Dann habe ich es mir gegönnt, vor der Entspannungsübung mit Musik (na ihr wisst schon, alles wird schwer, und ich bin ganz entspannt und muss im Moment gar nichts leisten) zu gehen, habe Joni mit der Flasche gefüttert und habe ein Weihnachtsgeschenk für uns alle gekauft, eine Magnettafel mit Murmelbahnen aus Holz, die man flexibel zusammenbauen kann, indem man sie an die Tafel heftet. Kurz war ich versucht, sie nicht einpacken zu lassen, damit ich gleich damit spielen kann … aber nun kann ich mich auf ein Weihnachtsgeschenk freuen … (hoffentlich komme ich auch mal zum Zuge).

Nächste Woche geht`s dann weiter, mit Beckenbodenblinzeln und Erbsen aufheben, na ihr wisst schon womit, bis dahin übe ich brav an eder roten Ampel „Piiiing!“ und „Ponggg!“

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