firmenwagen müssen nicht praktisch sein, …

8. Dezember 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

… firmenautos müssen schwarz, schick und silbersternig sein. sie sind statussymbole und wenn man ein auto haben will, in das drei kinder hineinpassen sollen, dann muss man in der hierarchie aufsteigen. oder warten, bis die kinder keine kindersitze mehr benötigen.

als ich im februar diesen jahres aus dem untersuchungszimmer der frauenärztin tapste und mit dem ultraschallbild mit zwei fruchtblasen drauf vor den augen des ehemannes wedelte und agitiert „guck mal!“ rief, lautete der erste ausspruch des ehemannes: „wie sollen die alle ins auto passen?!“

von freude keine spur (die stellte sich auch bei mir (nach einigem aufflackern am 1. juli) erst langanhaltend am 9. september ein).

(meine argumentation, wenn drei kinder sowieso nicht ins auto passen würden, dann könnte ein viertes kind doch auch ganz schön sein, verfehlt aber trotzdem ihre wirkung.)

tatsache ist: drei kindersitze passen tatsächlich nicht nebeneinander oder nur sehr geschummelt, was mir aber zu unsicher ist, denn die babysitze hängen ganz schön schief in ihren gurten.

als ich einer weitläufigen bekannten erzählte, dass wir unsere kinder gar nicht alle in unser silberstern-auto bekommen (vom begleitenden gepäck mal ganz abgesehen), sagte diese ein wenig schnippisch: „dann müsst ihr halt die marke wechseln.“ als ob wir das nicht wollten.

so wirken wir also wie eine familie, der die automarke wichtiger ist als die praktische anwendung. wäh. mal ehrlich, wenn die firma wüßte, dass unser auto aussieht wie ein ca.-sechs-quadratmeter-kinderzimmer-müllhalde-und-lagerraum-für-werbeartikel-in-einem-kabüffchen, dann würde sie uns vermutlich sofort die scheiben verdunkeln lassen.  

bisher sind wir aber um größere organsisatorische klippen herumgekommen. am samstag waren wir mit allen drei kindern (!)eingeladen,  und ich bin mit einem baby im tragetuch in der straßenbahn gefahren (kinderwagen geht nicht, zwillingswagen schon gar nicht, weil ich umsteigen musste und es keine erhöhten bahnsteige auf der strecke gibt),  und der ehmann kam mit kleinem riesensohn und dem anderen baby im auto hinterher.

am sonntag rief ein alter freund an und lud uns zum adventskaffee ein.

„hmja,“ druckste der ehemann herum, „da müssten wir mal gucken, wie da die bahnen fahren. ihr wohnt ja etwas außerhalb.“

? am anderen ende …

die supermutter (ich) warf ein: „wir könnten doch einen transporter mieten.“

der ehemann gab diesen vorschlag an den freund am anderen ende der leitung weiter.

schweigen in der leitung.

dann einige sekunden später genuschel, der ehmann lacht, legt auf und sagt: „sie kommen.“

gewonnen.

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