mit zwillis allein zuhaus

13. Dezember 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

das erste mal und irgendwie fühlt es sich an wie eine feuerprobe.

maxe-bär schläft durch (von ca. 19 uhr bis 8 uhr morgens (!)), sonst hätte ich mich geweigert, allein zu bleiben. der ehemann muss aus familiären gründen fort und nimmt ein verlängertes wochenende und den großen kleinen riesensohn mit, und ich bleibe mit zwei zwergen zurück. vor den tagen habe ich keine angst, aber die nächte?

die erste haben wir überstanden.

protokoll einer nacht:

letzte raubtierfütterung: 18.30 uhr. wickeln, spielen, einpucken, zwilli I in papas bett, zwilli II ins babybett. keine experimente. alles wie gehabt.

19 uhr bis 23 uhr: herumtigern der mutter. das kann doch nicht sein, oder? ehemann und großer sohn sind noch nicht einmal 24 stunden fort, und ich vermisse sie,  ja, ich vermisse sie. und ich bin nicht gerne alleine. insbesondere nicht mit zwei babys. und nicht nachts.

23 uhr: herumtigern beendet. mit wärmflasche ins bett.

2 uhr: sohni mäkelt. maxe meckert. sohni bekommt seinen nulli, maxe wird ignoriert. er schläft doch eigentlich durch, oder? vielleicht beruhigt er sich ja wieder.

2.10 Uhr: sohni schläft, maxe ist ruhig.

3 uhr: maxe meckert! laut!

3.05 uhr: mutter erbarmt sich und klettert aufs ehemalig gemeinsame hochbett. maxe hat sich aus dem puckdeckchen gestrampelt! und liegt kalt und frierend zwei babybreiten neben der stofftragetasche! kabel überall! wie um himmels willen hat er das geschafft!? die mutter, gram vor schlechtem gewissen, puckelt das arme baby ein und steckt ihm den schnulli in den mund. noch das bankräubertuch, fertig. maxe lächelt lieb und ist eingeschlafen, bevor die mutter das bett wieder herunterklettert.

4.00 Uhr: sohni hat jetzt aber doch hunger.

4.20 uhr: stillen beendet, windeln wechseln. sohni lacht freundlich und lässt sich wieder hinlegen.

4.25 uhr: sohni strampelt mit den beinen und die oxy-sonde misst nicht richtig, der monitor piept alarm. die mutter sucht im schein der handytaschenlampe den fehler. kabel verdrillt. kabel entdrillt. wieder hinlegen.

4.30 uhr: sohni strampelt, der monitor piept. meine güte, wie machen das eltern von kindern, die wesentlich agiler sind als meine?

4.35 uhr: der monitor piept. handytaschenlampe. kind ent-pucken, was ist nun schon wieder?

4.40 uhr: sohni schläft, der monitor schaltet den bildschirmschoner ein, die mutter liegt wach.

5.00 uhr: die mutter liegt wach.

7.30 uhr: sohni meckert. schnulli, ich will jetzt nicht aufstehen.

7.35 uhr: ich liege wach und warte darauf, dass maxe kräht.

8.00 uhr: beide krähen. ich fühle mich wie eine vogelmutter. adrenalinstoß am frühen morgen und ein kompromiss: sohni kriegt die hälfte, dann schlurfe ich in die küche, um das fläschchen für maxe zu füllen. erstaunlich: als ich ihm sage, dass ich gleich komme, ist er sofort ruhig. liebes lächeln im maxe-bettchen. baby befüllen, rülpserchen abwarten, windeln wechseln (ist größe nummer 3 eigentlich normal für einen fünf monate alten säugling?), zwischendurch die krise kriegen, weil sohnis monitor piept, maxe einpucken, schnulli rein, bankräubertuch, licht aus. zurück zu sohni, der strampelt und sich freut, dass ich wieder da bin. milchsnack, teil II, wickeln, licht aus, piepen. ich riskiere, dass er seinen ersten echten alarm seit drei monaten ausgerechnet in der nächsten stunde bekommt und stelle den monitor aus. ah!

8.45 uhr: pustekuchen, ich bin so wach und warte auf irgendein baby, dass ich nicht schlafen kann. egal, ausruhen und liegen ist auch schon gut.

9.30 uhr: sohni hat die faxen dicke und will licht. also licht an und augen zu, bei licht kann ich nicht schlafen, aber das ist ja jetzt sowieso egal.

9.58 uhr: sohni will nicht nur licht, sohni will spaß! ich kitzel ihn am rippenbogen, und er biegt sich glotternd. herrlich. babylachen ist eine ziemlich gute entschädigung, finde ich.

jetzt ist es halb zwei, und ich habe es immerhin geschafft zu duschen, zu frühstücken, mit dem ehemann zu telefonieren (ich vermisse die beiden!!!), und fütterrunde II zu überstehen.

gähn. maxe schreit, sohni jammert, seufz.

ich packe die beiden in ihre tragetaschen, stöpsel sie an oxy-sonde und elektroden, bugsiere sie durch die wohnungstür, die zwischentür, die haustür, schleppe sie zwei treppen runter, hole den zwilli-wagen und meine handtasche, hoppel mit dem riesenwagen die treppen runter, gähne herzhaft und schlurfe ungeschminkt und ungestylt dem nächsten coffee-to-go-stopp entgegen.

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