projekt umzug (2)

5. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

das leben ist wieder schön und liebenswert. der kindergarten hat wieder offen, und die müllabfuhr kommt morgen (vielleicht, denn es liegt schnee). und ich weiß jetzt auch, wo unsere ganzen windeln geblieben sind und das war so:

der kleine sohn hatte mich gestern abend auf dem dunklen rückweg vom schwimmbad gefragt, wo die sonne ist.

mutter, die sich freut, dass sie einen wissbegierigen sohn hat: „auf der anderen seite der welt.“

sohn: „in auerberg?!“

mutter: „auerberg??? wieso auerberg???“

auerberg liegt am anderen ende der stadt, was macht der kleine riesensohn in auerberg??? und ist das schon die andere seite der welt?

sohn: „papa und ich waren in auerberg und haben uns die sonne angeguckt.“

mutter am nächsten tag zum weltbesten ehemann: „wart ihr in auerberg und habt euch die sonne angeguckt???“

vater: „nee, wir waren in auerberg und haben den müll weggebracht.“

mutter: „ihr habt bitte was weggebracht?“

vater (als wäre die mutter schwer von begriff): „wir haben die windeltüten zu d. gebracht, der hatte noch platz in seinem mülleimer.“

mutter: „und die sonne???“

vater: „keine ahnung. ah, jetzt weiß ich. er hat mich auch gefragt, wo die sonne ist, und ich habe ihm gesagt: `hinterm berg´, vielleicht hat er auerberg verstanden.“

mutter: „und das war in auerberg?“

vater mit dem was-willst-du-eigentlich-von-mir-und-wozu-ist-das-denn-wichtig-blick: „kann schon sein.“

logik eines dreijährigen … und schön zu erfahren, wo unser müll gelandet ist. mann und männchen, die im dunkeln zu d. fahren, um stinkewindeln zu entsorgen, hoffentlich war das nicht illegal.

aber eigentlich ging es ja um den umzug. und der macht fortschritte.

ich will mal so sagen: wenn mir vor zehn jahren jemand gesagt hätte, dass ich es zutiefst befriedigend finden würde, zu einem schwedischen einrichtungshaus zu fahren und dort küchen auszusuchen, dann hätte ich zumindest sehr skeptisch dreingeschaut. ((allmählich komme ich hinter die mechanismen, die dazu führen, dass man beginnt, ein – sagenwirmal . „bürgerliches“ leben zu führen. (unser zahnarzt nennt es „spießig“, aber der darf das sagen, denn er gehört auch zu „denen“).)

heute war also so ein tag, der unsere ehe wieder gekittet hat, nachdem wir die ferien ohne kindergarten und mit drei kleinkindern überstanden haben (wenn mich nochmal jemand fragt, ob wir uns in den ferien gut erholt hätten, werfe ich denjenigen in den rhein).

nach dem küche-aussuchen haben wir nämlich noch päuschen im restaurant gemacht, lecker gegessen und den milchkaffee-refill ausgenutzt. und die babys gefüttert, geschuckelt und gewickelt, aber das ist, auch wenn es zwei sind, nichts gegen die anspannung, die mich überfällt, mit einem putzmunteren dreijährigen in ein restaurant zu gehen, auch wenn es sich um ein familienfreundliches handelt, will heißen, weder bodenglasvasen noch seramiskügelchen in kinderfreundlicher höhe aufweist. ich bin dann nämlich damit beschäftigt, …

a andere kinder davon abzuhalten, meinem sohn etwas anzutun,

b meinen sohn davon abzuhalten, anderen kindern etwas anzutun.

während der ansonsten beste ehemann der welt die eigentümliche gabe besitzt, gerade in diesen momenten zum milchkaffeeautomaten zu flanieren oder zu telefonieren („ist geschäftlich“).

äh, der umzug. also, die küche ist ausgesucht und wir müssen noch darüber philosophieren, welche der module uns am besten gefallen. immerhin ist es keine einbauküche, die fand ich schon immer grauenhaft, und die möbel sind geräumig und aus holz und werden hoffentlich die kleinkindzeit in unserem hause überstehen …

morgen packen wir weiter …

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