alles släft, einsam wacht …

20. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

seit gestern macht mich joni irre.

und den matzebären gleich mit.

seit ein paar tagen übt joni drehen. er war von anfang an der große kleine strampler und schafft es sogar ab und an, sich seiner hose zu entledigen, alleine durch heftiges strampeln.

jetzt also drehen. mit sechseinhalb monaten. eigentlich ja mit viereinhalb monaten. egal. der kleine riesensohn hat sich eigentlich so gut wie gar nicht gedreht (genauer gesagt: er lag ungefähr acht monate lang ziemlich phlegmatisch rücklings auf seinem babydeckchen herum).

matzebär kriegt übrigens eine krise, wenn wir ihn auf den bauch legen. er kriegt auch eine krise, wenn er an der brust trinken soll und noch mehr krise, wenn ich ihn drehe, um ihn an die andere seite zu legen, und die ersten monate zuhause hat er eine krise bei jedem ortswechsel bekommen. aber das fatale ist: er kriegt eine krise, wenn joni weint, und weint dann gleich mit. und dann trinkt er nicht und kriegt noch mehr krise, weil er hunger hat. wie um himmels willen soll ich dabei auch noch möhrchenbrei einführen?

ich werde wahnsinnig.

am nachmittag war es besonders schlimm. die schlaue mutter drehte den hänfling vor der bärenfütterung auf den bauch und denkt: gefahr erkannt – gefahr gebannt, da beginnt der kleine zu rückwärts zu krabbeln (naja, kriechen ist vielleicht das bessere wort) und schreit schon wieder. auch wieder nicht richtig.  ich werde noch wahnsinniger. der gute vater konnte ihn gerade noch vor dem absturz bewahren.

jetzt sind sie beide ruhig, außerdem vermisse ich den ehemann, der den großen sohn ins bett bringen soll.  ich schleiche mich ins kinderzimmer und erblicke in dem fast dunklen raum die umrisse des kleinen riesensohnes, der sehr aufrecht und sehr wach in seinem bett sitzt und mich freundlich fragt: „wo sind die babies? ich will die küssen.“ „kleiner riesensohn,“ sage ich, „die babys schlafen schon, du kannst die morgen wieder küssen. wo ist denn papa?! „psst, mama,“ flüstert da der kleine riesensohn, „papa släft noch.“ im hintergrund höre ich tiefes atmen.

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