projekt umzug (4)

25. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

warum nur muss es ausgerechnet in dem winter schneien, in dem wir (hoffentlich) das einzige mal im leben unsummen für bauarbeiter ausgeben?

mit schnee kann man schlecht arbeiten. immerhin verliert unser wohnzimmer mal kurzfristig die zimmerdecke, die neu eingezogen wird.

und wenn wir pro zimmer zwei stunden brauchen, um uns …

a über die zimmerfarbe und

b über die technik

zu einigen, dann brauchen wir bei acht zimmer plus flur …? zu lang. womöglich würden wir bei jedem einzelnen zimmer noch länger brauchen. daher haben wir uns für eine blaue küche und ein weißes resthaus entschieden.

und wenn ich seit morgens um 7 auf den beinen bin, um die babys zum frühchenförderprogramm zu schippern (mit fütterpausen im wartezimmer, u-bahnhof und bäckerei) und den nachmittag damit verbringe, den kleinen riesensohn wegen scharlachverdacht zum kinderarzt zu bugsieren … wann soll ich dann umzugskisten packen?

und wenn die temperaturen so bleiben, wie sie sind, wann soll ich dann den keller einpacken? (beim letzten aufräumdurchgang habe ich eine newsweek von 1988 gefunden (ehemann), die (ich habe mal nachgerechnet) drei (!) umzüge mitgemacht haben muss, unser aktienpaket von 1999, die kaputte uhr von 1998 und ca. 352 plastiktüten mit verschiedenen inhalten (rostige nagelschere, liederzettel von 2001, wochenzeitung von 1997)).

hatte ich schon erwähnt, dass der holzwurm (oder -bock?) die dielen zerfressen hatte, die wir „noch eben“ abschleifen lassen wollten? also auch noch neuen holzboden. das vieh ist zwar weg, aber die dielen sind morsch.

und nachdem wir abendelang über küchenmodulen philosphiert haben (ja, wir haben sie aus dem katalog kopiert, ausgeschnitten, beschriftet und nebeneinandergelegt, um zu schauen, ob es passt und gut aussieht), haben wir uns nun doch für die alte, aber noch funktionsfähige EINBAUküche entschieden … man kann sie ja noch blau anmalen …

in dem allen kroch heute ein kleines gefühl in mir hoch. ich horchte in mich hinein und spürte freude. ein kleines gelbes haus, das unseres ist, ein zimmer für einen jeden sohn, ein eigenes schlafzimmer für müde eltern, und ein wohnzimmer, das spielzeugfrei bleiben soll. außerdem platz zum spielen und für eine sandkiste, und ich träume schon von blumen auf der mauerkante, kresse auf der küchenfensterbank, urzeitkrebsen im esszimmer und einem großen pott milchkaffe, bei sonnenschein auf der bank vor unserer haustür genossen. ich komme in der lebensmitte an und freu mich drauf.

blick aus unserem haus.

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