frühchenprogramm: augenkontrolle…

28. Januar 2010 § 2 Kommentare

am dienstag waren wir beim augenarzt in der augenambulanz eines nahe gelegenen krankenhauses. krankenhäuser waren mir schon immer unheimlich und beim betreten habe ich mich schon aufs verlassen gefreut.

die augenambulanz war ziemlich voll, lauter vorwiegend ältere damen und herren im wartezimmer und auf den langen fluren. alle freuten sich über die babys.

die augenuntersuchung gehört zum frühchenprogramm und wird empfohlen für frühgeborene unter 1.500 gr geburtsgewicht und/oder vor der 32. schwangerschaftswoche geborene. zuerste untersuchte die orthoptistin die augen der babies. matsebär verzauberte alle mit seinem charme und sohni lächelte lieb. ergebnis: sohnis rechtes auge schielt ein bisschen. ist mir noch nie aufgefallen, sollte man kontrollieren lassen.

anschließend wurden die pupillen weitgetropft. dreimal, bei jedem baby. sohni ist tapfer, obwohl er auch weint, matse brüllt wie am spieß.

die mutter schwitzt.

die orthoptitstin auch. zum glück. ein hauch menschlichkeit.

dann kam dr federmann, der augenarzt. er sah aus wie matsebär. kleine nase, rundes gesicht. nochmal tropfen. ein schmerzmittel. dann wurden die augenlider der kinder mit einer zange geöffnet und ein stäbchen zwischen lid und augapfel geschoben. die babies schrien. ich konnte kaum hinschauen.

ich bin immer noch total geschockt, sehe die kleinen da liegen mit gespreizten augenlidern und schreiend, während ich ihre kleinen händchen festhalte.

und bin bei diesen untersuchungen immer hin- und hergerissen. wenn ich ablehne und dann doch irgendwas sein sollte, dann werde ich mir mein leben lang vorwürfe machen.

aber die babys dort liegen sehen, während ihnen ein augenarzt gewalt antut, ist einfach nur schlimm.

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§ 2 Antworten auf frühchenprogramm: augenkontrolle…

  • hostmam sagt:

    Ich würde genau deshalb ratzfatz zum Kinderarzt marschieren und mir ganz genau erklären lassen ob/wozu diese Untersuchung gut ist und ob es Alternative gibt…. WENN es keine Alternative gibt, dann ist es so – aber dann ist es gut zu wissen, wofür die Quälerei gewesen ist.
    Ich kann mich allerdings bei kleinerSohn (30SSW – deutlich unter 1500gr) auch an einiges Augentramtamtam erinnern, aber an diese Untersuchung nicht (vermutlich damals noch nicht Standard).

    Irgendwann bin ich bei all den Untersuchungen zu der Erkenntnis gelangt, dass wir Eltern das verd**te Recht haben umfassend, geduldig und vernünftig vorher über Untersuchungen aufgeklärt zu werden und dieses Recht fordere ich bis heute ein – gibt manchmal verblüffte Gesichter aber meist erhalte ich die gewünschte Auskunft.

  • mara sagt:

    ja, ich wusste, warum die untersuchung stattfindet. wegen der beatmerei kann es wohl zu netzhautablösungen kommen. außerdem besteht bei frühchen die erhöhte gefahr, dass gefäße ins auge einwachsen. ich war allerdings nicht auf die methode vorbereitet. im kh wurden die pupillen weitgetropft und dann die lider kurz aufgehalten, während die ärztin die augen untersuchte. diese zangen … davon wußte ich nichts … fürchterlich.

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