projekt au pair (5)

20. Februar 2010 § 3 Kommentare

gestern hatte ich einen genialen gedanken!

ich werde au pair!

au pair mädchen geht vermutlich nicht, ich kriege ja schon graue haare (und heute habe ich falten auf der stirn gesehen), aber als au pair frau gehe ich schon durch, denke ich.

wenn ich so lese, was die au pair frauen so tun und vor allem wielange, also ehrlich, da bekomme ich schon sehnsucht.

sagen wir mal, ich würde bei einer familie mit zwei kindern arbeiten und eine wochenarbeitszeit von 30 stunden haben, davon zehn stunden hausarbeit und 20 stunden baby-sitting.

hey, dafür würde ich sogar bügeln inkauf nehmen 😉 !

nur zeeeehn stunden hausarbeit (!), und die könnte ich dann machen, wenn die kinder im kindergarten oder in der schule sind (ich nehme natürlich nur eine familie mit kindern, die vormittags außer haus sind), das heißt nebenbei könnte ich meine geliebten hörbücher hören oder sogar fernsehen!

und 20 stunden baby-sitting, womöglich noch teilweise am abend, wenn die eltern außer haus sind! da machen wir dann haus-party und wenn die lieben kleinen schlafen, dann schaue ich nachts gruselfilme … (naja, lieber nicht, der beste ehemann der welt hat mich dermaleinst zu einer langen aliennacht verführt und musste dann wochenlang nachts (nachdem ich ihn geweckt hatte) aufpassen, ob ich auch heil vom klogang zurückkam (das genervte gesicht werde ich nie vergessen)).

und die viele freizeit! ich könnte eine neue sprache lernen (kann man auch alternativ mal- und zeichenkurse besuchen?) und vor allem ein wirklich schönes land entdecken. irgendwas sonniges, auf jeden fall warmes und natürlich direkt am meer. letztens habe ich in einem au pair blog wunderschöne neuseelandfotos gesehen. und ich könnte endlich mein kinderbuch fertig schreiben! damit verdiene ich dann immerhin so viel geld, dass mein taschengeld ansehnliche ausmaße erreicht. freie kost und logis habe ich ja auch, oh, und ich könnte wieder sportliche aktivitäten aufnehmen und vor allem nachts durchschlafen!

ich finde meine idee super.

wenn nur nicht die kinder wären. und der beste ehemann der welt. da sitzt er auf dem sofa und arbeitet treu und brav vor sich hin, während jooni gemütliche geräusche von sich gibt und matsebär sogar im schlaf lächelt (er ist ein großer lächler). der kleine riesensohn liegt zerstrubbelt zwischen seinen vier kissen, und jetzt, grad eben schaut der beste ehemann der welt von seinem computer auf und sagt: „ich hab dich lieb, hase.“ wie könnte ich da gehen? mh. also muss ich noch warten. ich warte, bis die kinder aus dem haus sind oder noch besser, bis der ehemann in rente geht. dann kann der nämlich mit! ich verstecke ihn einfach heimlich in meinem au pair zimmer, er braucht eh nicht viel bewegung, und die nahrung kaufe ich ihm dann von meinem autorengehalt bzw. wir kriegen ja dann auch rente.

nur mit der au pair frau wird das dann wohl nix, dann bin ich ja quasi im oma-alter. naja, warum denn nicht, dann werd ich halt au pair oma.

🙂

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§ 3 Antworten auf projekt au pair (5)

  • annalenamassow sagt:

    *lach*
    wenns SOO einfach wäre würd ich glaub ich Au-Pair auf Lebenszeit sein ;).

    Irgendwie fehlen da aber die ganzen Negativpunkte die je nach Familie dann mehr oder weniger stark ausgeprägt sind..

    -ich arbeite hier weitaus mehr als 30 Stunden, normal bin ich so von morgens um 7 bis abends um 7 um die Kinder rum mit 2 Stunden Mittagspause (wenn auch selbst schuld ich KÖNNTE die Eltern allein im abendlichen Chaos lassen wo dann 2 Babys müde sind und weinen und 1 2-jähriger nicht macht was er soll weil er auch müde ist aber noch essen soll und ein 7 jähriger zwischendrin rumhüpft und auch Aufmerksamkeit will… Irgendwie kann ich das aber nicht ganz mit mir vereinbaren 😉 (Die würden das zwar sicher hinbekommen, aber so ists weniger Stress für alle))

    – Hausarbeit muss ich HIER keine machen, aber manche Gastfamilien haben SEHR komische Vorstellungen. Meine allererste Gastmutter hat mit nem weißen Tuch kontrolliert ob der Staub auch ÜBERALL richtig gewischt wurde! Heut wurd mir von ner Gastmutter erzählt die die Teller DREImal abwaschen lässt bevor sie in die Spühlmaschine dürfen..

    – ausschlafen? Was war das nochmal? Ich muss zwar erst halb 8 anfangen, aber irgendwie verstehen die Kinder das nicht, dass sie morgens doch bitte noch 2 Stunden lang still sein sollen bis ich bereit bin aufzustehen.. Warum weiß ich auch nicht..

    – man lebt immer in nem ‚fremden‘ Haus und auch wenn man sich noch so sehr eingelebt hat ist man nicht zu Hause und muss sich an fremde Regeln halten.

    -Zum Essen gibts meist nicht das was man selbst an dem Tag kochen würd, oft Essen das man so nicht von zu Hause kennt (was auch MAL interessant sein kann 😉 ) und jeden Tag kochen für nen 8 Personen Haushalt (musst ich auch mal in ner Gastfamilie) ist echt anstrengend, vor allem wenns Kartoffeln und Möhren IMMER dazu gibt..

    – Fremde Kinder zu beaufsichten ist VIEL anstrengender als eigene, man schaut viel mehr als man es bei nem eigenen Kind machen würd ob alles in Ordnung ist und kann oft eigene Regeln nicht so durchsetzen wie man das gerne hätte/selbst machen würd und muss dabei viele Kompromisse eingehen.

    -man muss den ganzen Tag auf ner fremden Sprache reden, macht zwar total Spaß aber ist auch anstrengend, vor allem am Anfang wenn die Kinder einen dadurch nicht ganz ernst nehmen oder Lücken finden die sie mit nem Muttersprachler nicht finden würden. Ich würd zum Beispiel sagen dass mein Englisch fließend ist und ich alles sagen kann was ich will, trotzdem hab ich neulich zum großen gesagt „sit ON (statt at) the table please“ was er auch direkt getan hat und AUF dem Tisch saß.. 😉

    ich könnt jetzt sicher noch weitermachen, aber ich glaub ne Idee sollt das schon geben 😀

    Warmes Wetter hab ich hier im übrigen 😉 Heute waren etwas über 30 Grad und die Sonne hat geschienen 😀

    • mara sagt:

      ja, gut, du hast mich überzeugt … 😉
      aber für ne zeit ist es bestimmt prima. ich hab mich damals sowas nicht getraut. tja, und der beste ehemann der welt hat mich gestern darauf hingewiesen, dass unser zuhause ja auch viel ruhiger ist, wenn die kinder aus dem haus sind. vielleicht machen wir dann sogar mal urlaub! und vielleicht bekommen wir ja sogar enkelkinder. ich sehe allmählich den vorteil von enkelkindern! herrje, ich werde alt … viel spaß mit deinen rangen …

  • Hallo

    Ich kann mich beiden Seiten irgendwie anschließen. Ich war ja selbst mal Au-Pair in den USA und habe dort auch das Gefühl gehabt es ist so anstrengend und mit eigenen Kindern viel einfacher. Und ich habe auch nicht wirklich mit 18 Jahren gesehen, dass meine Gasteltern meine Arbeit am Abend und Wochenende zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit gemacht haben. Man war eben selbst noch eher Kind. Und trotz dem die Punkte „Fremde Kids sind anstrengender“ und „Kulturelle Unterschiede können ziemlich anstrengend sein“ kann ich sofort unterschreiben.

    Und was die anderen Punkte angeht. Man weis ja häufig Dinge erst richtig zu schätzen wenn man sie nicht mehr hat.

    Wer kennt nicht die Sprüche:
    “ Ich würde gerne noch mal Kind sein“
    “ So frei wie im Studium ist man nie wieder“
    „Nutz die Zeit ohne Kinder, sonst machst du bestimmte Dinge nie“

    Die sind alle irgenwie richtig, aber es werden viele negative Dinge dieser Zeit ausgeblendet oder vergessen. Wer so etwas sagt erinnert sich nur an die Vorteile und er überträgt seine Lebenserfahrung von heute auf früher.

    Nur ein Beispiel. Klar würde ich gerne mal wieder so „frei“ leben wie im Studium. Aber dafür wieder finanziell von den eigenen Eltern abhängig sein, ständig Prüfungen machen und die Unsicherheit wie es später weiter geht. Nein Danke. Und im Nachhinein kann man einfach sagen, ja man hätte noch mehr machen können. Aber was wenn es schief gegangen wäre. Oder woher das Geld für Reisen und Feiern nehmen. Denn man hatte ja ganz andere finanzielle Möglichkeiten wie heute.

    Aber @mara , manchmal denke ich auch ich möchte mit unserem Au-Pair tauschen :). Aber wenn ich länger nachdenke, nur was das Plus an Freizeit angeht. Nicht um ihre Sorgen nach Hause zu fahren und vor dem beruflichen Nichts zu stehen. Wieder mit 3 Personen in einer 2 Zimmerwohnung von 40qm zu wohnen oder ähnliches. Das ist nämlich die Kehrseite vieler Au-Pairs, sie kommen um ihrem Leben zu Hause zu entfliehen. Und die vergißt man schnell.

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