mein kleines schwarzes …

10. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

ist mein büro! ja, wirklich! nix mit schreibtisch entstauben oder so, nee, laptop in den rucksack, notizbuch hinterher und ab in *einbekanntesfischrestaurant*. dort kann ich stundenlang draußen sitzen und mich an einer großen apfelsaftschorle festhalten, während ich tippe. nachdem ich also den großen sohn in den kindergarten verfrachtet habe (neun uhr fünfzehn), den bus in die stadt genommen habe (neun uhr einunddreißig) und mein fahrrad von der reparatur abgeholt habe (zehn uhr und 141 euro, naja, immer noch wesentlich günstiger als ein nostal*gie fahrrad ( 😦 ), habe ich bei *fischli* mein lager aufgeschlagen und immerhin eineindhalb kapitel überarbeitet (zwölf uhr dreißig). dann war ich so müde, dass auch der kaffee mich nicht mehr retten konnte, und ich bin in den park umgezogen, wo ich ein stündchen in der sonne geruht habe.

morgen werde ich fleißiger. ich habe aller welt schon vor wochen erzählt, dass nur noch vier kapitel fehlen … es fehlen immer noch „nur“ vier kapitel, ich habe nämlich vier geschrieben und festgestellt, dass ich immer noch nicht am ende bin. also heiter weiter … hoffe, ich komme morgen weiter. der beste ehemann der welt, der beim „herr der r*nge“-gucken immer die elfenszenen überspringt und die schlägereien doppelt guckt, will unbedingt, dass beim showdown mindestens eine hauptfigur ihr leben lassen muss („wenigstens der böse!“), aber ich halte tapfer dagegen, dass es sich um ein kinderbuch handelt, und ich außerdem den bösen für die fortsetzung brauche. mal sehen, was passiert. ich bin selber immer ganz gespannt, wie das nächste kapitel ausgeht 🙂 .

naja, das war der vormittag. wohlig ausgeruht fahre ich mit dem sozusagen neuen alten fahrrad also zum kindergarten und ab da geht es nur noch bergab 😦  .

der große sohn kocht fleißig und braucht etwas zeit, sich von seinem spiel loszueisen. und dann noch zeit, um den kindergarten endültig zu verlassen („ich will nur noch mit dem sand spielen! ich finde meine schuhe nicht! ich sage nicht tschüß! ich will noch spielen!“). schon wieder zu spät zum elisabeth-ablösen. glücklicherweise ist elisabeth aber auch eine poofnudel und verschläft schonmal den arbeitsbeginn, so dass sie mir hoffentlich nicht gram ist.

nach einskommafünf stunden kleiner riesensohn erleide ich einen mittleren nervenzusammenbruch (ich rege mich weder über umgefallene becher („das kann doch mal passieren, mama, oder?“), pippi vor der toilette („ich habe es nicht mehr geschafft, mama, ist nicht schlimm, oder?“), trockene maiswaffeln am morgen („du musst abbeißen, mama! das ist pizza! habe ich für dich gekocht!“) oder spritzen (während des mittagsschlafs) (ins augenlid) auf („ich bin der arzt, mama, wach auf, ich pieks dich jetzt. so, fertig, jetzt musst du weiterschlafen!“), aber stinkig werde ich, wenn matse oder jooni durch die gegend geschleppt werden (am hals), ihr kopf gedreht oder ihnen spielzeug weggenommen wird. auch auf jooni legen und auf matses rücken trommeln finde ich nicht so prickelnd. keine ahnung, was heute los war mit dem kerl – ansonsten ist er total lieb mit den kleinen, macht witze, und ich habe eigentlich keine angst, die drei einen augenblick alleine zu lassen.

halb vier: der beste ehemann der welt kommt heim und ich flehe ihn an sage ihm, dass ich denke, er und großer sohn sollten dringend einkaufen gehen …

achtzehn uhr: vater und sohn kehren heim. der kleine quatscht („mama, ich war einkaufen mit papa! wo ist der besuch? ich habe jooni einen tuss gegeben. schön, ne? ich will nudeln essen. nee, ich will müsli essen. nee, nudeln, oh, ich muss mal pipi! ich will auch mein fahrrad saubermachen! wo ist der schwamm? ich finde den nicht, du musst mir den zeigen! das finde ich nicht schön! meine oma ist ganz allein meine oma! das ist nicht deine oma!“ usw. usf.), während der ehemann aussieht, als hätte er eine schneckendressur hinter sich. punkt acht verschwindet er im bett. kommunikationsmäßig wir nähern uns dem ehelichen durchschnitt: heute haben wir ganz bestimmt keine vier minuten miteinander geredet.

tja, so ist familie. oder überhaupt das leben. es geht auf und ab. es ist genial schön und manchesmal grottennervig, schrecklich schön und furchtbar traurig. mal sehen, wie es morgen wird.

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