das leben feiern

19. August 2010 § Ein Kommentar

erst war ich skeptisch, doch dann liefen die tränen. das leben feiern. ein alter mann mit seinen enkeln. ein 89jähriger, der den holocaust überlebt hat. tanzt mit seinen enkeln.

wer sich (wie ich) immer wieder die frage stellt, ob kunst noch möglich ist nach diesem wahn, ob kunst noch möglich sein kann, wenn man mit wachen augen durch diese welt geht – der findet hier vielleicht eine antwort.

Auf den ersten Blick ist „Dancing Auschwitz“ – so heißt das kleine Kunstwerk – ein Tabubruch, auf den zweiten eine Provokation, auf den dritten aber eine kluge Antwort auf die Frage, wie man an etwas erinnern kann, das im Steinbruch der „Erinnerungskultur“ längst zu historischem Schotter verarbeitet wurde: auf Konferenzen und Seminaren, in Filmen und TV-Serien, bei Demos und Gedenkfeiern, auf denen mit jahrzehntelanger Verspätung dazu aufgerufen wird, „den Anfängen zu wehren“. Wie man also sinnfreien Ritualen etwas entgegensetzt, das die Kraft des Lebens feiert und nicht den Tod als finalen Höhepunkt menschlichen Versagens zelebriert.

Quelle:  http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,710881,00.html

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