Urlaubsanfänge und -enden

28. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich schäme mich ja fast, aber wenn ich ehrlich bin, war die vergangene Woche reiner Urlaub für mich. Die großen Männer waren unterwegs, so dass ich Elisabeths Wochenstunden komplett für mich eingeheimst habe. Das war so cool! Wir könnten noch zwei Au Pairs hier einstellen!

Und wenn ich noch ehrlicher bin, würde ich den beiden Männern glatt noch eine Woche Oma-Urlaub gönnen … 😉 .

Das Buch ist fertig und verschickt, ich harre jetzt mal der Dinge, die da kommen, das nächste hat schon – erraten? – vier Kapitel und ansonsten habe ich:

ausführliche Mittagsschläfchen gemacht

war schwimmen

gestern essen mit der Nachbarin (Frauenabend, yeah, aber wir wollten dann doch um zehn uhr im Bett liegen 😉 )

habe die Garage aufgeräumt

den Hof vergrößert

das halbe Schrankzimmer sortiert

und endlich mal mein Emailpostfach beantwortet.

kurzum: ich habe mich stundenweise frei und unabhängig gefühlt. Hach, ab und an ist das wohl nötig.

Die Zwillinge haben aber alles getan, um mir mein Mutterglück doch wieder vor Augen zu führen. Sobald ich wieder nach Hause komme, bzw. wieder aus dem Büro auftauche, fallen beide wie wilde kleine Tiger über mich her und wollen knuddeln. Sie lachen sich über meine Witze kaputt („Hatschi, Maxe!“), lassen sich veralbern (Sohni über den Kopf halten und rufen: „Sohni!?? Wo hast du dich verste-eckt???“) und sind überhaupt extrem geduldige Kinder (wenn die Mutter sich doch noch mal umziehen will, bevor es mit den Kleinen im Geschwisterkinderwagen losgeht).

Aber eigentlich ging es ja um das Urlaubsende. Ich hatte es ja schon geahnt, wie es werden würde und habe daher heute vormittag nur schöne Dinge ausschließlich für mich gemacht, da ich unausweichlichen Stress auf mich zukommen sah, denn wie soll es auch anders ein, nachdem der beste Ehemann der Welt fünf Stunden lang mit Herrn Redseelig im Auto eingesperrt war, dieser unter schlimmem Bewegungsmangel in Kombination mit Müdigkeit litt und schließlich die Babys Kleinkinder das Auspacken des Wagens vorrausichtlich durch freudiges Herumwuseln erschweren würden.

Tja, und so war es dann auch. Kein filmreifes Wiedersehen mit „Mama / Schatz! Ich habe dich so vermisst!“ Kein tränenreiches Umdenhalsfallen! Keine Blumen oder sonstigen Geschenke!

Stattdessen warf der beste Ehemann der Welt einen Blick auf den Hof (den ich holztechnisch verschönert habe), bekam eine innere Krise (ich bekam dann auch eine, als er den häßlichen verschlissenen Fußhochleg-Hocker von der toten Uroma auspackte („Ich dachte, der passt prima in unser Wohnzimmer.“), so dass wir fortan kein Wort mehr miteinander wechselten. Während ich abwechselnd Sohni und Maxe von der Straße pflückte, die Tränen des großen Sohnes trocknete (ich weiß immer noch nicht, weshalb er geweint hat) und diverse BabyKleinkindpopos eincremte (machen Orangen Durchfall???), packte der beste Ehemann der Welt würdevoll die Mitbringsel des Oma-Besuches aus (auch noch einen Badezimmerschrankspiegel) und stellte erstmal eine Maschine Wäsche an.

Tja, so enden unsere Urlaube, wie sie beginnen. Mit Krisen und Missverständnissen, genervten Blicken und anschließender Versöhnung. Besonders schlimm sind die Urlaubsanfänge, wenn wir ALLE fahren. Dann herrscht eine eisige Stimmung im Auto, das ist wirklich filmreif. Aber später mehr. Der nächste Urlaub steht nämlich schon an. Merkt euch den 27. Oktober, ich schiebe jetzt schon eine Krise. Mit Babys Kleinkindernund Elisabeth sind wir nämlich noch nie verreist. Dann kriegt die mal einen filmreifen deutschen Ehekrach mit. Oder vielleicht hoffentlich nicht. Wir werden sehen.

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