Zwischenbericht Au Pair

30. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

„Und wie ist es, ein Au Pair zu haben?“ wurde der beste Ehemann der Welt gefragt.

„Wir könnten noch zwei weitere beschäftigen“, kam die Antwort.

Das ist wohl so.

Insgesamt gesehen ist die Situation erheblich entspannter. Mir tun die kinderfreien Stunden total gut. Und wenn ich sehe, was Elisabeth im Haushalt wegschafft, dann nehme ich den Hut vor meiner und unserer Leistung: Das habe ich bisher alles alleine geschafft?? Ich bin total beeindruckt von mir.

Tatsächlich hätten wir genug zu tun, um noch eine weitere junge Frau bzw. einen jungen Mann zu beschäftigen. Vielleicht ein Au Pair für vormittags und eines für nachmittags? Der beste Ehemann der Welt und ich haben jedenfalls beschlossen, das Elisabeth bei uns wohnen sollte, bis die Kinder ausgezogen sind. Außerdem sind wir der Meinung, dass jeder Familie mit Kleinkind(ern) ein Au Pair von rechtswegen zustehen sollte. Leute, Kinder haben ist das anstrengendste, was ich mir vorstellen kann. Und gleichzeitig das schönste. Zumindest wenn man genug Schlaf, Hilfe und Geld hat. Und eine stabile Beziehung. 

Inzwischen haben wir uns ein wenig kennengelernt, sie mag glücklicherweise unseren Humor, und von Charakter und Lebensauffassung passen wir wunderbar zusammen:

Wir sind allesamt Schlafmützen. Und ich und Elisabeth Nachteulen. Manchmal laufen wir uns nachts noch über den Weg, wenn ich aus dem Büro komme und sie nochmal in die Küche läuft.

Sie lacht gerne und laut. Wir haben schon ein paar nette Filmabende verbracht. Wir fürchten uns bei denselben Stellen im Film, während der beste Ehemann der Welt mit den Augen rollt.

Wir sind der Meinung, dass Kinder genug Freizeit haben sollten zum Spielen, sind gegen das Verplanen schöner Nachmittage und wollen, dass sie glücklich sind.

Wenn sie etwas macht, das ich gerne anders hätte, lässt sie gut mit sich reden.

Der Kochstil ist ähnlich (schnell, Gemüse und lecker, wenig Fleisch (hallo, Kathrin!) und keine Milch).

Sie ist umsichtig und fleißig. Wenn sie während der Dienstzeit freie Zeit hat, weil ich ihr nichts nicht genug zu Arbeiten gegeben habe, macht sie auf eigene Faust sauber. Letztens hat sie sich an dem Küchenfenster versucht, das danach so dreckig war, dass sogar der beste Ehemann der Welt es nicht ertragen konnte und nachgewischt hat. Es sieht jetzt immer noch schlimmer aus wie vorher, aber man kann wieder durchgucken. Herrje, ich muss unbedingt mal das Fensterleder finden. Ich habe ihr versprochen, ihr Fensterputzen zu zeigen. Aber (Pluspunkt). sie sortiert unsere Wäsche und unsere Handtuchstapel waren noch nie so hoch und gerade und ordentlich. Dafür sieht das Kinderregal wie Kraut und Rüben aus. Ich muss unbedingt mal Schilder anbringen.

Und was mich noch gefreut hat: Die letzte Woche ohne Ehemann verlief meinerseits weniger krisenhaft (ich bin nicht gern allein), weil ich wußte, dass da noch jemand im Haus ist.

Und was ich noch mag: Sie geht gerne und viel aus, verbringt aber auch viel Zeit in ihrem Zimmer, ist sehr selbstständig und hat insgesamt eine ziemlich gute Seelenhygiene. Da kann ich mir noch ne Scheibe von abschneiden.

Ihr seht also, insgesamt eine rundum positive Bilanz.

Und ich habe erfahren, dass sie eine Ausbildung zur Maniküristin hat (oder wie das heißt), jedenfalls läuft der kleine Riesensohn seit einer Woche mit blau und grün lackierten Fingernägeln und violett und gelb lackierten Fußnägeln herum. Ungewöhnlich, aber ihm gefällt`s 😉 .

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