Heldenhaft

19. Oktober 2010 § 3 Kommentare

Seitdem ich Mutter bin, hat das Wort „Held“ eine ganz andere Bedeutung für mich, und ich sehe rückblickend einige Frauen in meinem Leben mit ganz anderen Augen. Und ich schäme mich der vielen Momente, wo ich diese Leistungen nicht oder nicht genügend anerkannt habe:

Die ehemalige Freundin, die mit zwei kleinen Kindern ihr Studium zu Ende bringt, nachdem ihr Mann gestorben ist.

Die Mutter, die ihr fünftes Kind bekommt, obwohl die Familienplanung längst abgeschlossen ist.

Die Bekannte, die keinen Test auf Down-Syndrom machen lässt, obwohl sie im „Risikoalter“ ist.

Und die Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom, die sich dagegen entscheidet, das nächste Baby in der Schwangerschaft auf Down-Syndrom hin untersuchen zu lassen.

Die Co-Leiterin der Krabbelgruppe, die sich nach der traumatischen Geburt ihres ersten Sohnes, der zweimal reanimiert werden musste, für ein weiteres Kind entscheidet.

Die Mutter, die alleinerziehend mit drei Kindern, von denen eines entwicklungsverzögert ist, ihre Ausbildung durchzieht – und während dieser ihren Mann kennenlernt.

Die Siebzehnjährige, die in einem Krankenhaus hier in der Nähe ihr Kind zur Welt bringt und es zur Adoption freigibt. Was für ein Mut!

Und überhaupt jede Frau, die sich trotz widriger Umstände, dafür entscheidet, ihrem Kind das Leben nicht zu nehmen.

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