Regenschmuddelwettersamstag

14. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der war gestern. Außerdem war gestern der beste Ehemann der Welt verreist und hat sich bei mir über das Essen im Hotel beschwert, während es bei uns den ganzen Tag nur geriebene Banane mit Haferflocken gab. Und Darmgase fördernde Tellerlinsen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Eingedenk der Tatsache, dass ich also den Samstag nachmittag vorraussichtlich mit drei Kindern allein verbringe und drei von ihnen bereits am Vormittag in Nöli-Laune waren, bin ich also am Vormittag schwimmen gegangen, nachdem ich vorher mehrmals Elisabeth gefragt habe, ob sie sich zwei Stunden alleine mit der meuternden Brut zutraut. Nach dem dritten Mal hat sie mich streng angesehen und gesagt: „Jetzt geh schwimmen!“

Tsts, die jungen Damen 😉 .

Mittags war ich wieder daheim und als die Toddler in ihren Betten lagen, habe ich mich dann auch hingelegt, musste mich ja vom Schwimmen erholen. 😉

Und ich tat gut daran. Als die Sehnsucht nach Ruhe sehr groß wurde, habe ich eine große pädagogische Ausnahme gemacht und dem großen Sohn einen ganzen Kinofilm erlaubt und eine weitere, indem ich allen Kindern von Elisabeths gezuckertem Knuspermüsli abgegeben habe. Letzteres habe ich sehr bereut, niemand schreit lauter als Matse, wenn er etwas als lecker entdeckt hat, das dann in den Schrank geräumt wird.

Dann war es auch schon vier und ich kündigte einen Regenspaziergang an, bei dem sich auch der kleine Riesensohn beteiligte, nachdem er gefragt hat, ob er ansonsten alternativ alleine zu Hause wäre?

Und dann fand er es  schön. In Matschhose den Blätterberg erklimmen. Den kleinen Teich von hineingefallenen Blättern befreien. Korkschiffchen basteln und schwimmen lassen. Und in jede noch so kleine Pfütze patschen. Dann wieder nach Hause, wo wir das große Familienwiedersehen auf dem Sofa feierten. Ui, war das ein Gewusel!

Neben all dem gab es wunderschöne Highlights: Wie der kleine Riesensohn Maxe seinen Bären geliehen hat, als Hasi vor dem Mittagsschlaf nicht auffindbar war. Wie er mich geherzt, gedrückt und geküsst hat, und wie er gesagt hat: „Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass ich dich ganz doll lieb habe?“ Wie wir Fingerspieltoben gespielt haben. Wie die Toddler ihre Kuscheleinheiten eingefordert haben.

Die Sache mit den bösen Mensehen hat den kleinen Riesensohn übrigens doch noch schwer beschäftigt, und er hat wiederholt darauf hingewiesen, dass er in der Lage wäre, eben jene zu bekämpfen. Ach, wäre es doch nur so.

In der Nacht wurden wir von dem unruhigsten Schläfer der Welt heimgesucht, dem Sohni, der sich dreimal pro Minute eine neue Schlafposition gesucht hat. Gegen sehr früh morgens stieß dann noch Herr: „Ich will einen Arm!“ dazu und wie das so ist mit Brüdern, die sich verstehen, fingen die beiden dann um gefühlte halb fünf Uhr ein Gespräch an.

Mann, mann, mann.

Und hier sitze ich schon. Am Esszimmertisch. Beobachte, wie die Toddler den Schrank ausräumen und emsig beschäftigt sind, nachdem sie den ganzen Vormittag bei jedem Anlass in Toddlergebrüll ausgebrochen sind. Wenn ich es recht bedenke, ist das wohl der Dinkel, den sie gerade gemeinsam auf dem Küchenboden verteilen. Der Dinkel??? Ich such dann mal den Besen. Aber vorher noch ein Foto machen.

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