5 uhr 18 …

18. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

ist eine beliebte zeit aufzustehen. jedenfalls für sohni, der das heute zum zweiten mal gemacht hat. weil ich heute beim kleinen riesensohn geschlafen habe (vorgestern nacht gab`s detotze und gestern nacht die mama-kontroll-überwachung), treffen der beste ehemann von allen und ich uns im babyzimmer, wo beide toddler brüllen, sohni, weil er wach ist und maxe, weil sohni ihn aufgeweckt hat.

„wen nimmst du?“ fragt die beste mutter der welt.

„maxe“, spricht der herr papa. klar, der schläft ja auch sofort wieder ein.

als ehemann und maxe gemütlich im großzügigen zweimeterzwanzigmalzweimeterehebett liegen, frage ich dann kurz mal, was denn nun der plan sei.

„du solltest sie getrennt schlafen legen“, sagt der ansonsten beste ehemann der welt gemütlich. maxe liegt in seiner armbeuge, ohne nulli und ohne hasi vor allem.

„was bist du eigentlich für ein papa?“ seufze ich und organisiere die schlafutensilien, „und außerdem meinte ich nicht den langfristigen plan, sondern den kurzfristigen.“

„mir egal“, sagt der ansonsten beste ehemann der welt, „du nimmst sohni.“

„ach“, zicke ich herum, „und dann liege ich mit zwei kindern in einem kinderbett???“

„hm“, macht der ansonsten beste ehemann der welt.

ich bugsiere den verwirrt schauenden kleinen riesensohn ins ehebett und lege mich mit sohni ins kinderbett. hatte ich schon erwähnt, dass sohni zu den unruhigsten schläfern der welt gehört?

irgendwann kuschelt er sich in meine armbeuge und schläft ein, während ich wach auf dem rücken liege.

um sechs uhr irgendwas fällt mir ein, dass ich vergessen habe, den fahrradanhänger (650 euro) in die garage zu schieben. das adrenalin hält mich wach. hoffentlich ist er noch da.

um sieben uhr irgendwann ist sohni fertig mit schlafen und will spielen. ich schließe die tür und versuche wieder einzunicken. soll er doch die einrichtung auseinander nehmen.

um irgendwann acht herum, öffnet der ansonsten beste ehemann der welt die tür und fragt, ob der kleine riesensohn in den kindergarten soll.

„ja“, muffel ich. ich finde übrigens, dass ich noch was gut habe beim ehemann, der nämlich statt um siebzehn uhr um einundzwanzig uhr zuhause war. klar, der termin zog sich hin, dann der stau … dennoch: ich fand meinen tag mit drei kindern (naja, ab nachmittags) um potenzen anstrengender und habe mich mit einer großen packung lebkuchen an den computer gesetzt, nachdem ich die toddler entkackt, gefüttert, umgezogen, beeisentropft, gezähneputzt, ins bett gelegt habe und den kleinen riesensohn vorgelesen, mit ihm erzählt und gebetet habe. die highlights des tages: er hat sich rührend um die toddler gekümmert und auf dem rückweg vom spielplatz mit brezeln versorgt („stopp mal, mama, ich gebe sohni und maxe noch ne brezel!“) und abends im bett wurde ich mit küsschen bedacht, ach, und als er dann seine spargelärmchen um meinen kopf wand und lispelte: „ich finde das dut, mama, dass du mich liebst“, ach, da flatterten meine herzklappen, dass es nur so sauste.

ungefähr um halb neun öffnet sich die kinderzimmertür erneut und maxe wird, frisch bestrumpfthost, durch die tür geschoben. zwei toddler und eine müde mutter in einem zimmer.

acht uhr einundvierzig: maxe setzt sich auf meine rechte wange und erzählt mir was in toddlersprache. außerdem stelle ich fest, dass er eine volle windel hat.

acht uhr dreiundvierzig: ein wahnsinnskrach lässt mich aufschrecken. maxe hat den steckblumenkasten heruntergerissen, aber sich nicht verletzt. keiner schreit. ich sinke wieder in die kissen.

acht uhr fünfundvierzig: maxe kommt erneut vorbei und krümmelt mit einem käsebrot das bett voll. wo hat er das her? achja, ich habe ja morgens mit dem riesensohn in seinem zimmer gefrühstückt, präventionsmaßnahmen wegen der nächtlichen totzerei. und stand da nicht noch irgendwo ein becher wasser herum? später sieht man gemeinschaftsarbeit auf toddlerniveau: einer hat den becher ausgekippt, der andere hat das wasser aufgewischt, zumindest rekonstruiere ich diese ereigniskette aus indizien: sohnis schlafsack ist nass.

acht uhr fünfzig: maxe sitzt auf meiner stirn (und stinkt immer noch), während sohni rücklings auf meiner brust liegt und glottert.

vielleicht sollte ich aufstehen.

acht uhr fünfundfünfzig: maxe schaut erneut vorbei. diesmal hat er eine batterie im mund.

neun uhr: die tür öffnet sich und elisabeth fragt, ob sie die kinder mit runternehmen soll.

ich verneine. sie hat erst nachmittags dienst. hatte sie vergessen. wir frühstücken zusammen, sie füttert die toddler mit marmeladenbroten (sie sehen aus wie vampire nach einer blutigen mahlzeit) und dann versuchen wir noch herauszufinden, wie viele koffer mit wie vielen kilos sie mitnehmen darf auf ihrem urlaubsflug ins heimatland. ich bin für 23 kilo und ein freigepäckstück, sie will aber mehr. die seite gibt es auch auf spanisch, und ich übergebe bereitwillig den computer. was kenn ich mich denn mit flügen aus? ich fahre ja noch nicht mal mit dem auto.

jetzt, nach zwei tassen kaffee und einem becher cola sieht die welt schon anders aus. irgendwie heller und wacher. noch eine stunde, dann ist mittagsschlafzeit …

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