Toddlereien

8. Dezember 2010 § 5 Kommentare

Das Attest ist da-a!!

Der kleine Riesensohn ist wieder im Kindergarten!

„Na, kleiner Riesensohn freust du dich, dass du wieder in den Kindergarten darfst?“

„Ich will da nicht hin! Die ganze Woche nicht! Immer muss ich in den Kindergarten! Ich will zu Hause bleiben!“

Soweit dazu. Für mich immerhin ein Hoffungsschimmer, dass ihn meine Schreierei („Geh in dein Zimmer!! Aber SOFORT!!!“ nicht traumatisiert hat. Puh, das war ja was gestern vormittag. Nur das Wissen, dass auch andere Mütter hohe Dezibel-Zahlen erreichen können, beruhigt mich ein klein wenig. Ich bewundere alle Kindergartenerzieherinnen, Kinderkrankenschwestern und überhaupt alle Menschen, die beruflich mit mehr als zwei Kindern zu tun haben.

Jedenfalls war ich heute wieder alleine mit den beiden Nachwuchs-Mini-Söhnen und es war sehr chillig.

Angeregt von der Mama-in-Ausbildung, die es schafft, akribisch alle Fortschritte des kleinen Ausbilders zu notieren, versuche ich mich auch einmal. Allerdings in Stichworten.

Maxe: hilft beim An- und Ausziehen, schleppt seine Mütze an, wenn wir ausgehen, und seine Jacke (das Mütze-Aufsetzen klappt noch nicht soo gut 😉 ), liebt den Schmusi-Hasi (glücklicherweise gibt es auch noch Hasi Zwo, falls Hasi Eins irgendwie verloren gehen sollte) -hier ganze drollig: Wenn man Hasi auf die eigene Schulter legt (oder irgendein anderes kuschelweiches Schmusitier), dann legt er seinen Kopf reflexartig darauf, totall knuffig! Was noch? Hat letztens sein erstes Schrittchen gemacht. Haut Sohni regelmäßig und täglich und mehrmals auf den Kopf, wahlweise mit Löffel, Stock, Hand, … was dieser mit Tränen und herzzerreißendem Schluchzen anzeigt. Wir schmusen also grad sehr viel.Maxe kann: „Maaa-maaa Au-aaa!“ sagen, manchmal sogar nur „Mama!“ Einmal ist er sogar ohne Nulli eingeschlafen und hat sogar ohne durchgeschlafen. Er mag gerne gekrault werden, dann hält er ganz still. Das ist praktisch, wenn er um 6.06 Uhr wach wird und die Mutter noch ein bisschen im Bett liegen will. In fremder Umgebung ist er mutiger als Sohni, obwohl sonst dieser eher draufgängerischer wirkt. Er klettert nicht so gerne wie Sohni, eigentlich sogar fast gar nicht. Dafür sind die beiden letztens auf den Hof abgehauen, als der kleine Riesensohn die Haustür aufgemacht hat. Gott sei Dank hat dieser mich noch rechtzeitig darauf hingewiesen: „Mama, die Babys krabbeln auf die Straße!“ Hui, da sah man eine Mutter rennen.

Maxe ist insgesamt eher personenorientiert und hockt eher auf einem Arm und schmust. Vielleicht wirkt das auch nur so, denn sobald Sohni einen von uns alleine wittert, kommt er straks angekrabbelt und will auch auf den Arm. Da wird er immer schmusiger, was das Mutterherz erfreut.

Maxe schläft mit Hasi am Hals und Hasi Zwo und einem Schnuller und der Schmusedecke ein. Sohni braucht im Wesentlichen einen Schnuller im Mund und einen in der Hand. Heute hat er allerdings Interesse an dem Bären gezeigt … ich lege den heute Abend mal mit ins Bett.

Und Maxe baut und sortiert. Die Ik*ea-Becherchen (die zum Ineinanderstecken) liebt er und baut damit Türme oder steckt sie ineinander. Dann haben wir noch dieses Ringe-Dingens-Spiel, bei dem man die Ringe auf so einen Stock in der Mitte setzen muss. Das mag er auch. Und er räumt gerne ein und aus und freut sich, wenn er die Tür aufmacht und das Dingens, was er vor zwei Sekunden hineingestellt ist immer noch da! Es sieht auch sehr bedächtigt aus, wenn er seine Holzbausteintürme baut, er macht das mit sicherem Fingerspitzengefühl. Vorhin hat er seine zwei Zeigefingerchen zusammengeführt und sich gefreut.

Oh, und er isst. Gerne. Auch wenn er gerade gefrühstückt hat, und er sieht, dass jemand etwas isst, will er was abhaben. Außerdem isst er gerne Krabben, Honig, Gemüse aller Art, sogar seine Eisentropfen trinkt er gerne und willig vom Löffel, er nimmt sogar selber und freiwillig seinen Schnulli vorher aus dem Mund.

Sohni: Sohnis Erlebnis-Parcour liegt deutlich ein bis zwei Meter über dem Fußboden, denn er ist ein Kletter-Sohni. Inzwischen schiebt er auch seinen oder jeden anderen Stuhl dahin, wohin er ihn gerade braucht: Vor das Regal, vor den Tisch, vor den Wäscheständer, vor den Schrank mit dem interessanten Schlüssel, vor die Lichtschalter, auf die er gerne klatscht, weil dann manchmal was passiert.

Türmchenbauen und Ringeschiebe mag er auch, aber nicht so gerne wie der große Bruder. Oh, sie gleichen sich inzwischen in Gewicht und Größe an. Bei der letzten Untersuchung Anfang November wog er zehn Kilo, Maxe elf, und war 82 cm groß, Maxe einen Zentimeter länger. Seine Haare sind dunkler als die von Maxe, aber längst nicht mehr schwarz, aber die großen braunen, schwarzbewimperten Augen sind so geblieben. Maxes klare Gebirgsbachwasser-Augen werden übrigens immer dunkler. Er kann auch echt ungeduldig sein, wenn ihm etwas nicht gleich gelingt oder er irgendwo stecken bleibt. Inzwischen bleibe ich gelassener und warte eine halbe Minute ab, denn er beruhigt sich auch schnell wieder (und außerdem, so habe ich mir überlegt, würde ich ihm mit jedem Hinspringen das sofortige Wutheulen nur attraktiver machen).

Sohni isst immer noch – insbesondere neue Sachen – nur nach einem kritischen  Blick auf den Löffel. Obstbrei (geriebene Äpfel mit Haferflocken u.ä.) isst er manchmal nur, wenn da noch Jogurt drauf ist. Merke: Wenn das Essen nicht weiß ist, schmeckt es sicherlich nicht so gut. Im Kinderwagen ist er lieber als Maxe, der auch gerne mal rauswill. Er mag also gerne spazieren gefahren werden.

Die Eisentropfen schluckt er größtenteils freiwillig, wenn auch nicht so gerne wie Maxe (die Kinderkrankenschwester hat mir das ja fast nicht geglaubt 😉 ).

Ach, die Eroberung der Fensterbänke hatte ich vergessen. Insgesamt schränkt diese Kletterei die Dekorationsmöglichkeiten doch etwas ein. Wir haben erstmal keine Pflanzen im Ess- und Spielezimmer (bis auf den Weihnachtsstern, aber der steht auf dem Schrank, obacht, ihr Eltern, die Dinger sind übrigens giftig), dafür aber jede Menge Kinderhandabdrücke an den Scheiben. Der Tisch ist tabu, und inzwischen hält er sich sogar daran. Uff. Ansonsten sitzt er auch mal gerne andächtig auf einem Fleck und untersucht gewissenhaft mein Handy, das Telefon, die Schnur und allerlei sonstiges. Ach, Maxe übrigens ist gerade sehr mikro-orientiert (oder ordentlich): Er legt seine heruntergefallenen Reiskörner auf den Teller zurück oder gibt sie mir, ebenso die Nudelstückchen, und heute hat er mir einen so keinen Fussel gegeben, dass ich ihn gar nicht gesehen habe. Es gab ihn aber, ich habe ihn zwischen den Fingerbeeren gespürt.

Wenn ich mit allen Dreien durch die Gegend spaziere, werde ich immer noch (oder sogar noch mehr?) angesprochen: „Da haben Sie ja was zu tun!“ (plus zahlreiche Varianten)

Beide Zwillis räumen immer noch gerne die Geschirrspülmaschine aus (Maxe stapelt sogar die sauberen Teller), außerdem die Schublade mit den Löffeln, an die sich inzwischen herankommen, und letztens hat Maxe dem kleinen Riesensohn ein paar Brühwürfel geschenkt…

Achja, die Treppen kommen jetzt beide gut hinauf, Sohni sogar wieder runter, Maxe ist etwas langsamer und traut sich nicht die Stufen hinab.

Wenn der kleine Riesensohn sich in einen Zwilling verwandelt, dann ist er immer Sohni, wenn er mit einem Zwilling spielt, ist es jedoch meist Maxe. Lieb gibt er ihnen auch immer von seinen Süßigkeiten ab, er ist da echt total grooßzügig 😀 .

So, nun muss ich mal den Maxe davon abhalten, mit dem Suppenlöffel die Glasscheibe der Tür zu bearbeiten (unschönes Geräusch), und eventuell könnten die beiden noch eine neue Windel vertragen. Und ihr Mittagessen. Und dann ist ja auch schon wieder Kleiner-Riesensohn-Kindergarten-Abholzeit.

Die Mutter eilt von dannen.

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