Mau*l- und Kl*auenseuche, die Zweite

11. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Diesmal hat es den besten Ehemann der Welt erwischt. Irgendwie steht sein Körper auf Kinderkrankheiten. Als wir die Bindehautentzündung hier hatten, sahen seine Augen mit Abstand am schlimmsten aus. Ungefähr wie ein Boxer nach einem Kampf. Nur ohne blau.

Nachdem die roten Punkte bei den Kindern abgeheilt sind (bei Maxe habe ich keine gefunden, obwohl der Kinderarzt meinte, dass auch er betroffen sei), fingen die Hände des besten Ehemannes der Welt an zu kribbeln. Inzwischen sehen sie aus, als hätte er Lep*ra. Die Füße habe ich nicht zu Gesicht bekommen, aber er kann kaum noch laufen und beschreibt das Gefühl mit „eingeschlafene Füße, die gerade aufwachen“. So ähnlich wie eingeschlafene Füße fühlen sich auch die Hände an. Im Gesicht sind nur ein paar Pickelchen, aber die Hälfte der Nase sieht aus, als hätte da jemand Flusssäure draufgetropft. Ich würde sagen, dass das in Kombination mit Anzug und Krawatte eher kontraproduktiv wirkt. Mal sehen, wie es am Montag ausschaut. Da will er aber wieder arbeiten, weil „mit drei Kindern zuhause sein“ ist ja auch keine Erholung.

Gestern abend hat sich noch etwas Grippeähnliches hinzugeselllt. Der beste Ehemann der Welt hat es heute morgen gerade noch geschafft, meinen Computer und die Packung mit den Feuchttüchern zuzuklappen (beides sind Reflexbewegungen), bevor er mit Kopfschmerztabletten wieder ins Bett zurückgeschlichen ist.

Was folgt also aus dem oben genannten Text, liebe Leser?

Genau richtig: Frau *MuttereinerkleinenGroßfamilie* hat einen langen Tag mit drei Kindern vor sich. Langsam werde ich Profi. Ich muss ja auch üben, denn am Montag ist der Kindergarten geschlossen, und bald ist ja auch schon Weihnachten. Bisher nimmt sich die Situation ausnehmend gut an. Ich wende jetzt folgende Tricks an:

Wenn ein Kind kommt, darf es auf den Schoß, wird aber nicht bespaßt. Das wird dann irgendwann langweilig, und es zockelt weiter.

Ich versuche nicht mehr, ein Buch mit dem kleinen Riesensohn zu lesen, wenn die Zwillinge wach sind. Stattdessen erkläre ich dem Großen, dass ich mit ihm spiele, wenn die Kleinen im Bett sind. Zumindest eine zeitlang. Die zweite Hälfte des Mittagsschlafes gehört mir.

Ich sitze ruhig auf einem Fleck und rühre mich möglichst nicht. Herumlaufen macht sie nervös, und sie schreien oder jammern. Das halte ich nur begrenzt aus.

Stattdessen sind der Computer auf dem Esstisch und der Berg Wäsche griffbereit. Die Hälfte ist schon wegsortiert. Und ansonsten ignoriere ich jede Art von Hausarbeit. Es ist sowieso sinnlos. Lieber unaufgeräumt und gelassen als unaufgeräumt und hektisch.

Und zwischendurch gibt es auch Spielerei, klar. Besonders beliebt bei allen Fingerspiele und Mitmachlieder. Auch wenn es nur Klatschen ist. Und Schmusen mögen sie alle gerne 😉 .

Zurzeit sind alle unterwegs. Der kleine Riesensohn ist im „Restaurant“ (=sein Zimmer), und die Zwillinge toddeln auf dem Flur herum. Und in der Küche. Wird Zeit, dass wir die Kindersicherungen an den Küchenschubladen anbringen. Besonders beliebt sind die Kartoffel (wieso haben wir eigentlich nur eine einzige??) die Brühwürfel und die Salatfertigdressingtütchen.

Oh, Maxe kommt. Auf Schmusestation, Mutter!

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