Hochzeits*reise und Weihna*chtsge*schenke

21. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Immer wenn ich denke, ich muss den Blog schließen, weil nix Neues mehr passiert, kommt ein Stoß Familienhighlights durchs Fenster geflogen.

Zum Beispiel das In-die-Hand-Kotzen des kleinen Riesensohnes. In meine natürlich. „Mama“, röchelte der kleine Riesensohn, „ich brauche ein Tuch!“ Nichtsahnend reisst man ein Küchenpapier ab. Das müsste doch locker reichen für den Käse, den er im Mund hat und irgendwie nicht runterkriegt. Kann ja keiner wissen, dass der Rest vom Essen auch noch gleich mit rauswill.

Und dann der Ehemann. Während ich todesmutig unter den Küchenschränken nach Schnuller, dem Fotoapparat und gammeligen Lebensmitteln forsche und dabei ungeniert meinen durchtrainierten, winzigen Hintern präsentiere, denkt der beste Ehemann der Welt ja gar nicht daran, mir zu meinen Expeditionen Glück zu wünschen, sondern sondert nur ein trockenes „Äh, ich glaube, Osten liegt in der anderen Richtung“ ab. Pah. Nächstes Mal suchst du die Schnuller, mein Lieber.

Auch meine Weihnachtsgeschenkediskussion verlief nicht so erfolgreich wie erhofft.

„Schatz“, gurrte die beste Ehefrau der Welt, „hast du schon ein Weihnachtsgeschenk für mich?“

„Und du für mich?“ fragt der ansonsten beste Ehemann der Welt (warum muss er immer mit einer Gegenfrage kommen?), „hast du schon ein Eipäd gekauft?“

„Dann kriege ich aber mein Nostalgiefahrrad!“

„Nee, du darfst weiterhin zwei Potüchern pro Wicklung benutzen.“ (Der beste Ehemann der Welt bemängelt desöfteren meinen verschwenderischen Umgang mit Pflegeutensilien.)

„Hallo?“ wende ich ein, „wie teuer sind denn bitte Potücher?“

„Hallo?“ fragt der ansonsten beste Ehemann der Welt zurück, „bei den Mengen, die du brauchst, könnte ich mir schon zwei Eipäds leisten!“

Naja, ist ja gut, wenn hier wenigstens einer aufs Geld schaut. War vielleicht nicht der günstigste Moment für meinen nächsten Vorstoß:

„Schatz“, zärtel ich vorsichtig, „im nächsten Jahr sind wir zehn Jahre lang verheiratet. Wäre dies nicht die Gelegenheit, übernächstes Jahr mal schön Urlaub auf Ten*riffa zu machen?“

Wieso guckt der mich bei solchen Fragen immer so an, als würde ich von ihm verlangen, nackkich und sofort auf dem Hof Samba zu tanzen?

Ich frag ihn nächstes Jahr nochmal. Wer weiß, vielleicht hat er dann gerade einen nostalgischen Moment. Wenn er denn so über seinem Eipäd hockt.

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