Kamelle und Umbau

6. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Was mich betrifft, ist der Karneval vorbei.

Wenn der kleine Riesensohn nicht heute schon für ganz, ganz, ganz, ganz lange zur Oma gezogen wäre („Da gibt es einen Fernseher!!“), wäre ich heute selbstverständlich mit ihm zum Zoch gegangen und wäre ihm auch beim Kamellesammeln behilflich gewesen, so wie schon am letzten Samstag. Die Samstagskamelle sind jetzt übrigens im Kofferraum des Ehemannes eingesperrt, und seitdem er herausgefunden hat, dass ich das Versteck für den Ersatzschlüssel kannte, komme ich da auch wirklich nicht mehr heran. Dem Süßigkeitenflash bin ich also für dieses Mal entronnen.

Dachte ich.

Heute abend kam Elisabeth vom Zoch wieder und – ratet, verehrte Leser, ratet! – schenkte mir einen großen Beutel mit Kamelle, der nun, obwohl ich mehrmals ablehnte, in meiner Erreichbarkeit deponiert wurde. Ade, Bikini-Träume.

Ich kenne übrigens niemanden, der sich über diesen reichhaltigen Süßkram freut. Ich sammle ja allenfalls die Taschentücher und Zahnbürsten. Und weil die schlauen Erwachsenen schon während des Zochs über Strategien nachdenken, wie sie das ganze soeben eingeheimste Zeugs schnell wieder loswerden, schenken sie es – ratet noch einmal – den lieben Kleinen, zum Beispiel den lieben kleinen Drachen…

Morgen ist allerdings Restmüll, und ich erwäge Doch kommen wir zu den aktuellen Familiennachrichten. Gestern haben wir mit Herrn Ungewöhnlich, der einen starken Einfluss auf unseren Aktivitätspegel hat, umgebaut.

Der Plan dahinter: Der kleine Riesensohn, der allnächtlich in unser Bett wandert, weil er sich in seinem so ganz alleine fürchtet, kann nun im Nebenraum schlafen – in monstersicherer Nähe der Eltern und in ehefreundlichem Abstand zu denselbigen. Wir werden sehen, ob sich dieser Plan bewähren wird, gestern hat´s geklappt! 🙂

Der Umbau war ein klitzekleines bisschen aufwändig, da wir hier oben im zweiten Stock zwei neun Quadratmeter große Zimmerchen haben und ein 4,5 qm großes Bett, das durch das Türchen in das Durchgangszimmer zu bugsieren war, welches zwar eine Winzigkeit größer ist als das bisherige Schlafzimmer, aber eben nur eine Winzigkeit.

Nun stehen also in dem einen der Neunquadratmeterzimmer drei Betten (ein weiteres Bett für den kleinen Riesensohn, ein Bett für mich, als Ausweichhort bei Schnarchalarm, und Sohnis Bett, der als letztes Kind ins Schlummerland fällt und häufiger Mal nachts aufschreckt (ich kann dann neben ihm schlafen, ohne ihn in mein Bett holen zu müssen, niemand schläft wirklich gerne mit einem Toddler auf dem Gesicht)). 

Am Abend hatten der beste Ehemann der Welt und seine ihm Angetraute Muskelkater, aber einen romantischen Blick in den Wolkenhimmel, da unsere Schlafstatt nun unter dem Dachfenster steht. Heute morgen schaute ich hinausf und sah hoch über mir zwei Vögel vorbeifliegen, hach, sowas gefällt mir ziemlich gut!

Das Badezimmer ist nun auch endlich silikoniert (und die Badewanne für das nächste Zwillingsbad freigegeben) und mit einer Lampe ausgestattet, an die auch kleine Komlumbianerinnen an die auch kleinere Menschen, wie zum Beispiel der kleine Riesensohn herankommen, und irgendwann demnächst wird auch der Flur gestrichen werden, und dann, denke ich, können wir allmählich behaupten, dass wir zu Ende eingezogen sind.

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