Seelenvögel (Gedicht)

23. Juni 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

 Über dem Meer der Zukunftswogen ballte sich das Wolkengrau,

durch das die Seelenvögel flogen, die Augen weit, die Stimmen rau,

die ferne Himmelsmeereslinie war ihr Ziel, vermute ich,

wie eine tote Flugmaschine beugten ihre Schwingen sich.

Fern dieser Linie spaltet sich, ein dunkler Vorhang auf und nur

durch eine schmale Spalte bricht ein wenig Licht und streut die Spur,

der die Seelenvögel folgen, Schnäbel reckend, Flügel beugend.

Dem Ziel ganz nah fällt endlich golden der Lichtglanz warm und Leben zeugend,

auf unsre Seelen, die erfrieren, wenn der Sturm zu heftig tobt,

betet, dass sie nie verlieren, den Weg, die Richtung, und dann lobt

den Schöpfer aller dieser Meere, des Wolkengrau, der Lichterheere,

der vollen Fülle und der Leere, die manchmal auch in Seelen wohnt.

Und jetzt fliegen sie zur fernen Himmelsmeeresewigkeit,

hell gesprenkelt von den Sternen, Licht fällt durch ihr Federkleid.

Advertisements

Tagged:, , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Seelenvögel (Gedicht) auf Das zweite Kind sind Zwillinge.

Meta

%d Bloggern gefällt das: