Die Ich-bin-Mutter-Krise (5) : Mutter genervt von Zwillingen. Oder Vater. Je nachdem.

11. Juli 2011 § 5 Kommentare

Kürzlich erreichte ein Jemand meinen Blog mit den Suchworten: „Zwillinge drei Jahre, es hilft nur noch Anschreien.“ Andere Suchworte lauteten: „Zwillinge, wann kann ich ein bisschen schlafen?“

Ich finde, das klingt auf jeden Fall irgendwie verzweifelt oder attraktiv genug, dazu einen kleinen Artikel zu stricken. Je nach Sichtweise.

Und hier der praktische Ratgeber in zehn Schritten:

Verzichte auf den nächsten Urlaub oder die nächste neue Sofagarnitur, das nächste Sommer- oder Winterkleid, verkaufe dein Auto, verkaufe deinen Erbschmuck und engagiere einen Babysitter. Wenn noch mehr Geld herausspringt, engagiere eine Putzfrau. Seit ich drei Kinder habe, weiß ich, weshalb diese Damen Perlen heißen. Wenn noch mehr Geld dasein sollte, such dir ein Au Pair Mädchen.

In der Babysitterzeit gehe in die Sauna, gehe schwimmen, geh zur Maniküre, lass dich massieren oder leg dich ins Bett, egal was, mach Dinge, die dir gut tun.

Wirf alle Bedenken und Gewissensbisse über Bord, die da sagen: „Du kannst doch jetzt nicht einfach Pause machen, es ist doch noch so viel zu tun!“

Gehe mit deinem Mann auswärts essen, schlafe aus oder fahrt am Samstag vormittag ins nächste Café zum Brunchen, kurzum: Rette deine Ehe!

Trennt die Zwillinge zweiweise und unternehmt nur mit einem von beiden etwas. Die brauchen auch volle Aufmerksamkeit!

Schau, dass du jeden Tag eine Stunde Pause hast, bevor du sie vom Kindergarten abholst, damit du die Nachmittagsschicht kraftvoll antreten kannst!

Ich würde mal so vermuten, dass das Genervtsein sich radikal reduziert, wenn die Nerven auch mal Pause haben dürfen, bei uns ist es jedenfalls so, dass mein Spannungspegel mit dem der Kinder korreliert. Und ich wünsche allen Mamas, dass sich zumindest einige dieser Vorschläge realisieren lassen. Ehrlich, dann macht das Mamasein auch wieder Spaß.

Advertisements

Tagged:, , , ,

§ 5 Antworten auf Die Ich-bin-Mutter-Krise (5) : Mutter genervt von Zwillingen. Oder Vater. Je nachdem.

  • Ich gebe dir recht. Es ist wirklich wichtig, sich auch, ob nun Zwillingsvater oder -mutter, einen Freiraum zu nehmen und zwar einen wirklichen Freiraum. Manches Mal hilft nur mal zwei Nächte in Folge komplett durchzuschlafen und nicht aufstehen zu müssen, um im Kopf wieder zur Ruhe zu kommen oder Tapetenwechsel. Uns hilf manches Mal auch ein Tapetenwechsel für 2 Stunden mit Freunden, die Kinder im selben Alter haben.

  • oh lese die Antwort gerade erst – wenn wir keinen Babysitter bekommen – ist gerade nicht einfach einen zu finden bei uns – reichen wie geschrieben zwei Stunden bei Freunden mit gleichaltrigen Kindern. Da ist dann die Trotzphase gleich vergessen, sie tummeln sich untereinander und wir Eltern können mal abhängen…

    • Stefanie sagt:

      Ja, das kennen wir. Wir nutzen es so oft, wie möglich! Auch, wenn es mitunter manchmal insgesamt sechs, sieben oder mehr Kinder bei uns zu Hause sind – ich bin dankbar für jedes Besucherkind 😀

  • Stefanie sagt:

    Bei uns war das vierte Kind Zwillinge…
    Momentan geht mir das Gestreite der beiden extremst auf die Nerven! Im nächsten Moment verstehen sie sich dann wieder super und mir geht das Herz vor Freude auf! Wir schaffen das schon!! Sie sind jetzt übrigens vier und ich erinnere mich irgendwie kaum noch an die Säuglingszeit?! Komisch…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Die Ich-bin-Mutter-Krise (5) : Mutter genervt von Zwillingen. Oder Vater. Je nachdem. auf Das zweite Kind sind Zwillinge.

Meta

%d Bloggern gefällt das: