„Zwillinge Monster“, U7 und Löcher im Bauch

21. Juli 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„Zwillinge Monster“ – das war heute ein Suchbegriff, der MEINEN Blog gefunden hat. Ich bin entsetzt! Muss aber zugeben, dass einer meiner Artikel dieses Wort im Titel trägt…

Jetzt revidiere ich aber, denn zurzeit schwimmen wir in einer wirklich guten Phase. Täglich staune ich über die Hilfsbereitschaft und ihre Mutterliebe, die sich nicht nur darin äußert, dass die Zwillinge mir alle möglichen Gegenstände anschleppen, die sie mit mir assoziieren, wie Handys, Ohropax und Sonnenbrillen, sondern auch darin, dass insbesondere Maxe in Tränen ausbricht, sobald sich uns Elisabeth oder der beste Ehemann der Welt nähern, denn allzu oft verschwindet dann die beliebteste Mutter der Welt. Sobald ich allerdings verschwunden bin, hängt auch Maxe (Sohni ja sowieso) hingebungsvoll an Elisabeth. Heute vormittag weilten die beiden auf einer kolumbianischen Frühstücksparty (oder so etwas ähnlichem), während ich mit Sohni schwitzend die U7 durchstand. Im Anschluss wurde mir berichtet, dass Maxe in fremder Umgebung nicht wiederzuerkennen war: Schüchtern saß er auf Elisabeths Schoß und obwohl sie ihm sagte, dass sie wirklich nur gaaanz kurz zum Kühlschrank ginge und wirklich GLEICH wiederkomme, verlor er bereits nach zwei Schritten die Contenance und rief panisch „MAAMMMAAA“ hinter ihr her. Ich hoffe, es lag wirklich nur an seinem begrenzten Wortschatz… „Elieee“ kann nämlich nur Sohni sagen, obgleich auch sein Wortschatz nicht gerade üppig ist.

Heute notierte ich bei der zweiten U7 tapfer „Mama“, „Baba“, „Elieee“, „noch mehr!!!“, „Wauwau“, „Danne“ und „Bieee“; auch beim besten Willen haben wir ihm keine weiteren Wörter entlocken können. Also hat er wie Maxe eine Überweisung zum HNO-Arzt wegen eines Hörtestes bekommen.

„Hört er denn auf Sie?“ fragte der Kinderarzt noch, „ich meine, wenn er will?“ Den Nachsatz fand ich besonders wichtig. 😉

Und hier die Daten: Gewicht: 12 Kilo, Länge: 85 cm. Alles im grünen Bereich.

Und das gefürchtete Nabelbruchpruchproblem scheint gerade zuzuwachsen. Ein bisschen ist wohl noch etwas zu ertasten, aber einer OP gehen wir erstmal aus dem Weg. Gott sei Dank!

Dafür habe ich schon mindestens fünfundvierzig Löcher im Bauch. Der kleine Riesensohn ist dafür verantwortlich:

„Mama?“ fragt er, „was ist alles im Körper?“

Und einfache Erklärungen gelten nicht. Also haben wir ausführlich die Funktion der Speiseröhre, des Magens, des Darms, der Blase, des Blutes, der Adern, der Lunge, des Gehirns, der Finger- und Fußnägel, der Sehnen und Muskeln, der Rippen und Knochen, der Knöchel und der Luftröhre besprochen. Nach dem Herzen habe ich kapituliert. Morgen leihe ich mir ein Physiologiebuch aus.

Beim Insbettbringen ging es dann weiter: „Mama, was ist da, wo nichts ist?“

„???“

„Na, hier und hier und hier.“ (Deutet überall hin.)

„Da ist die Luft. Wenn du sie bewegst, zum Beispiel so“ (mit der Hand herumwedeln) „dann kannst du sie spüren.“

„Und wieso kann man die nicht sehen?“

Gerade wollte ich mit Wellenlängen, kleinen Teilchen und leerem Raum antworten, als mich eine große Müdigkeit überkam. Auch Mütter sollten um 21 Uhr Feierabend habe, finde ich, und so bedeutete ich ihm, ab sofort den Mund zu halten. Und falls jemand noch eine kindgerechte Erklärung parat hat, die auch noch einleuchtend ist und nicht einen Rattenschwanz an Fragen nach sich zieht… Ich verlose Einladungen zum Milchkaffee.

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