4. Ferientag (noch 22)

3. August 2011 § 2 Kommentare

Heute Abend habe ich keinen Orden gewonnen. Soeben sind wir aber wieder versöhnt und ich habe dem kleinen Riesensohn erklärt, dass ich auch nur eine alte Mutter bin, die abends um 20 Uhr einfach keinerlei Nerven mehr hat.

Der Tag in Stichworten:

Sechs Uhr: Ich bin wach und schleiche mich um

halb sieben nach unten, um in Ruhe die erste Tasse Kaffee des Tages zu trinken, so dass ich um

halb acht, wenn Elisabeth ihren Dienst antritt anfangen kann, die Gartenmöbel zu lackieren. Um

neun Uhr stößt der kleine Riesensohn dazu und verdient sich 50 Cent mit dem Streichen der Gartenbank.

Zehn Uhr: Arzttermin.

Halb eins: Übergabe.

Ein Uhr: Sohni schläft nicht.

Halb zwei: Maxe ist wieder wach.

Zwei: Zwillinge sind nölig. Ach neeee.

Halb drei: Wir gehen spazieren.

Drei: Sie schlafen ein.

Drei Uhr eins: Bilderbuchmarathon mit Melek.

Drei Uhr dreißig: Die Zwillinge wachen auf.

Den ganzen Tag: Wolkig bedeckt, gleich-gibt-es-Regen-Stimmung.

Halb vier: Wir ziehen zu viert in das Spielehäuschen um. An der frischen Luft und mit Ohropax geht es eigentlich ganz gut, so dass wir um

halb sechs mit der Vorbereitung des Abendessens starten.

Viertel vor sechs: Der ansonsten beste Ehemann der Welt ruft an:

„Hallo, Schatz, wie geht es bei dir?“

„Sagen wir mal so: Wenn du gleich um sechs nach Hause kommst, schließe ich mich im Wohnzimmer ein. Nach mir die Sintflut.“

„Äh.“

„Okee, ich habe es geahnt. Du kommst später.“

„Hach, wenn du es schon weißt, dann ist es ja nicht so schlimm für dich.“

„Wann?“

„Um neun.“

Ich lege auf und erwäge kurz, das Telefon, das sofort wieder klingelt, klingeln zu lassen, bringe es aber nicht über`s Herz. Wenn da nicht mindestens ein Nostalgiefahrrad herausspringt, dann weiß ich aber auch nicht.

Sechs Uhr vierzig: Maxe schläft.

Sechs Uhr fünfzig: Sohni brüllt.

Sieben Uhr: Ich rette Sohni, der mit dem Bauch an der Brüstung des Reisebettchens hängengeblieben ist.

Sieben Uhr fünf: Die beste Elisabeth der Welt kommt nach Hause und rettet Sohni, bevor ich ihn ertränken kann bevor ich endgültig kollabiere.

Acht Uhr: Der große Sohn geht ins Bett.

Acht Uhr eins: Der große Sohn SCHREIT durch das Treppenhaus, er habe HUNGER und DURST. Neben dem schlafenden Maxe wohlgemerkt.

Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur * Zensur *

Acht Uhr siebenzehn: Melek liegt wieder versöhnt im Bett, und ich schreibe mir meinen Mutterfrust von der Seele.

Morgen wird es besser. Ich werde dem Ehemann mitteilen, dass er morgen Urlaub nehmen MUSS, weil ich ansonsten mit dem Baufuzzi durchbrennen werde.

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