Drei Kinder UND Gepäck

6. September 2011 § 2 Kommentare

passen unmöglich in unser Auto, so dass wir getrennt fahren, wenn es in den Urlaub geht. Das schont auch das Eheglück, denn bisher verliefen unsere Abreisetage eigentlich immer mit lautstarken Auseinandersetzungen und anschließendem dumpfem Schweigen im Auto.

Der Ehemann wollte also am Freitag Mittag fahren, und zwar mit Maxe, der von allen Kindern den wenigsten Bewegungsdrang zeigt, während ich um halb zehn mit Melek und Sohni in den Zug steigen wollte. Um halb acht erinnerte ich mich an diesen Plan und stand auf. Um acht Uhr zehn entdeckte ich, dass Elisabeth nicht in ihrem Zimmer war. Außerdem hing ihr Schlüssel am Schhlüsselhaken. Also vermutete ich, dass sie auswärts übernachtet hatte, weil sie rechtzeitig entdeckt hatte, dass sie den Schlüssel vergessen hatte. Und dann hat sie vermutlich verschlafen.

Also Planänderung: Ich werfe noch ein paar Windeln ins Handgepäck und bereite mich seelisch darauf vor, DREI Kinder mit in den Zug zu nehmen.

Als um acht Uhr fünfzehn Elisabeth mit Sohni die Stufen hinunterkommt, fallen mir mindestens 30 Kilo Bauschutt von der Seele: „Wo warst du????“

Müde Augen in einem friedlichen Gesicht: „Ich hab in Sohnis Zimmer geschlafen, weil er heute Nacht geweint hat.“

Uff.

Um acht Uhr vierzig sind alle angezogen und wir könnten losgehen, wenn Melek nicht im Buggy sitzend darüber sinnieren würde, ob er sich im Zug nicht eventuell langweilen wird. Ich besteche ihn mit ZWEI Schokobrötchen, damit er in die Hufe kommt. Es klappt. Wir verpassen nur einen Bus und liegen damit noch gut in der Zeit. Einen Bus zu verpassen, damit rechne ich eigentlich immer.

Und schon ist sie da, die Zugfahrt, die uns in etwas mehr als fünf Stunden in das Land zwischen den Meeren bringen wird, und sie verläuft gut. Die Kinder lesen ihre Bücher und wir laufen den Zug hinaufhinunter, bestellen ein Eis beim Wägelchenmann und beide machen sogar ein Stündchen Mittagspause, die ich dazu nutze, mit Sonnenbrille und Ohropax ebenfalls ein Stündchen zu schlummern. Die Rückfahrt verlief wesentlich unentspannter, weil, ratet mal, die Klimaanlage ausfiel, oder sie streikte, immerhin war der letzte Samstag der heißeste Tag in einem langen Sommer, und zwei schwitzende Kinder in eiem überfüllte Zug zu beschäftigen ist mindestens ein Fall für das Mutterverdienstkreuz. Und jetzt schreit Maxe. Dann werd ich mal.

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