Neurodermitis

8. September 2011 § 4 Kommentare

Nachdem ich am Dienstag Nachmittag eineinhalb Stunden mit DREI Kindern bei der Hautärztin gewartet hatte (ok, ich hatte keinen Termin und es war keine offizielle Sprechstunde, aber Maxes Haut löste sich in Schuppen von den Kniekehlen) und ich zwar keinen Termin, aber jede Menge böser Blicke von der Arzthelferin ergattert habe*, der ich gesagt hatte, dass ich einfach abwarten werde, ob nicht vielleicht ein Patient nicht zu seinem Termin erscheint, habe ich heute morgen mein Glück bei einem anderen Hautarzt versucht.

Nach eineinhalb Stunden im Wartezimmer habe ich dann höflich nachgefragt, ob die Arzthelferin mir ungefähr sagen kann, wann wir drankommen. Ich schilderte ihr mein Problem:

„Naja, Maxe hat noch einen Zwillingsbruder, der beim Babysitter (=Elisabeth, die kein Au Pair mehr bei uns ist) ist und den muss ich bald ablösen. Ich möchte nur wissen, wie lange es noch ungefähr dauert, denn wenn es noch sehr lange dauert, dann würde ich jetzt fahren.“

„Ich kann es Ihnen leider nicht sagen.“

„Naja, eher eine Stunde noch oder zwei? Wissen Sie, sonst muss ich heute zur Nachmittagssprechstunde mit drei Kindern wiederkommen.“

Der beste Ehemann der Welt meinte, das wäre Erpressung und nur deshalb wäre ich dann ziemlich schnell drangekommen. Ich dagegen finde, es war einfach nur die Wahrheit.

😉

P.S. Wir haben jetzt Kortisonsalbe, und die Haut sieht schon viel besser aus.

 

 

 

* Liebe Arzthelferin, ich weiß, dass ich Sie genervt habe mit meinen drei Kindern, aber Sie haben mir gesagt, dass ich natürlich warten könne, auch wenn Sie nicht viele Chancen sehen, dass wir drankommen. Dass drei Kinder nach eineinhalb Stunden im Wartezimmer, abwechselnd laut kreischen, ist leider normal. Dafür, dass Sohni die Rosinen vor die Eingangstür gekotzt hat, kann ich nichts, aber ich habe ja auch alles wieder weggewischt. Die Bilderbücher hätte ich schon wieder aufgeräumt, keine Sorge, Sie waren nur schneller als ich, und auch die meisten Sesamstangenkrümel habe ich wieder vom Boden gepickt. Und schließlich habe ich sogar den Zeitungsständer vor dem Auseinandermontieren geschützt, von den grauen Dekosteinen in der Ziervase mal ganz zu schweigen. Mir hat das auch keinen Spaß gemacht, aber wenn jemals Ihrem Kind die Haut von den Kniekehlen abfallen sollte, das ganze rosigfeucht und schrundig schwarz aussieht und Ihr Kind nachts aufwacht, weil es sich jucken muss, hätten Sie vielleicht ähnlich gehandelt. Und wenn Sie schon mit diesem Kind in der Kinderklinik waren, die Ihnen empfohlen hat, einen Hautarzt aufzusuchen und wenn Sie dann telefonisch erfahren, dass der nächste Termin allerfrühestens in vier Wochen frei ist, dann, da bin ich mir ganz sicher, werden Sie mich vollkommen verstehen. Wenn Sie mir nur ein klitzekleines bisschen entgegengekommen wären, dann wäre ich sofort mit meinen Dreien Eis essen gegangen, aber so… die Waffen einer Mutter, Sie verstehen?

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