Bemerkenswert oder: Es wird immer besser.

25. September 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute war ein gleich in mehrerer Hinsicht bemerkenswerter Tag. Ich wusste, dass ich den Tag alleine mit drei Kindern bewerkstelligen würde, denn der ansonsten beste Ehemann der Welt schuftete schwer in einem Hotel mit Frühstücksbuffet würde frühestens am späten Nachmittag nach Hause kommen und Elisabeth, die goldene Fee, war für heute nicht eingeplant. Den einzige Lichtblick bot die späte Mittagsstunde, zu der der kleine Riesensohn von der Mutter des besten Kindergartenkumpels abgeholt werden sollte – Geburtstag feiern. In der Gruppe. Ohne Mutter. Das erste Mal. Premiere.

Ich habe keinen Nervenzusammenbruch bekommen und nicht nur das: Ich hatte diesmal nicht einmal Angst, einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Noch ne Premiere.

Es hat heute den ganzen Tag nicht geregnet und noch nicht einmal nach Regen ausgesehen, ganz im Gegensatz zu jedem beliebigen Sommertag. Premiere? Nicht ganz. Ich glaube, gestern war das auch schon so.

Ich habe den Hof gefegt und das ganze Erdgeschoss gestaubsaugt, ohne dass die Kinder sich in der Zeit an die Gurgel gegangen sind. Premiere! Eindeutig!

Ich habe ein Mittagessen gekocht, das sogar Elisabeth bewundert hat, als sie abends hereinschneite. 😉 Premiere? Nicht ganz, aber das besondere war, dass alle meine Kinderlein derweil um mich herumspielten und ich trotzdem nicht ein einziges Mal laut geworden bin.

Die Zwillinge haben am Nachmittag auf dem Kinderspielplatz sehr friedlich kooperiert, ohne dass ich groß eingeschritten bin. Ich musste nicht ein einziges Mal mitrutschen, musste keine Auas küssen, keine Streithähne auseinanderziehen keinen Streit schlichten und konnte, während sich die beiden um den Sandkasten jagten und gemeinsam Sandkuchen buken (einer hält das Förmchen, der andere füllt den Sand ein), sogar im Skizzenbuch das nächste Bild vorbereiten. ABSOLUTE Premiere! Malen, ohne dass Maxe mitmalen will? Noch nie ist das vorgekommen!

Ich sehe also, wir werden immer besser. Kooperativer. Freundlicher. Gelassener. Die Geschichte, wie die beiden schreiend und heulend nach dem Mittagessen am Boden lagen und sich nicht beruhigen ließen, bis ich sie mit unbewegtem Gesicht in den Kinderwagen gurtete und dann duschen ging, lasse ich hier einfach mal weg. Auch dass Melek mir meldetete, dass Maxe seinen Bagger in sein Pippi gehalten hätte („Das Pippi, das schon im Klo war?“ – „Nein, das Pippi, das ich gerade in das Klo gemacht habe.“). Ich fand eigentlich das Angeln nach den leeren Klopapierrollen im U-Klorohr weit widerlicher.

Und am frühen Abend trafen wir uns dann alle wieder auf dem kleinen Spielplatz am anderen Ende der Straße. Die Zwillinge und ich, der beste Ehemann der Welt, der sich noch eine Pizza bringen ließ, Melek nach der glücklichen Rückkehr, und es waren sogar noch einige Mütter plus Kind(er) der näheren Umgebung dort. Irgendwie nostalgisch, sich mit fremden Mamas zu unterhalten, während die Kinder heute allesamt friedlich gespielt haben. Ein schöner Tag war das. Wirklich schön.

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