Schlafmonster

24. Oktober 2011 § 5 Kommentare

Noch eine Nacht mit Maxe und ich kriege ne Krise.

Seit er krank war, findet er allabendlich zwei Stunden nach dem Einschlafen („Nachtschreck“ wird dieses Phänomen genannt) den Weg in unser Bett. Als ich das letzte Mal halb entschlossen streng sein wollte, hat er sich lemmingmäßig aus dem Gitterbett gestürzt. Hinzu kommt, dass sein Gegröle Weinen ganz fürchterlich klingt, nein, nicht weil es unsere Herzen rührt ( auch wenn das jetzt fies klingen mag), sondern weil es ein fürchterliches Geräusch ist, das sogar Elisabeth an die Decke gehen lässt. Es gibt nur drei Möglichkeiten damit klar zu kommen:

Erstens: Alles tun, was er will und zwar SOFORT!

Zweitens: Maxe so schnell wie möglich in den Kindergarten bringen oder

Drittens: Ohropax benutzen.

Schon als Winzling auf der Frühchenstation hat er ein grauenhaftes Geräusch produziert, und jede Schwester wusste, wann der kleine Solanum Hunger hat. Sogar der Kinderarzt hatte Schweißtropfen im Gesicht, als wir zum Impfen auftauchten. Sein Schrei war so schrill, dass dem versammelten Praxisteam und der anwesenden Mutter kurzzeitig das Gehör aussetzte. Eine unangenehme Erfahrung.

Und schließlich die Frauenärztin, der ich meine zwei dann endlich präsentieren wollte. Maxe hat so laut gebrüllt, dass wir uns ebenfalls anbrüllen mussten. von wegen „Der ist aber niedlich!“

Wenn Maxe gute Laune hat, dann ist eitel Sonnenschein. Er ist süß, aufgeweckt, sehr ernsthaft, ausdauernd, anhänglich und kooperativ, aber wehe…

Heute abend aber werden, nein müssen wir ernst machen. Es mag ja Eltern geben, die ihre Kinder gerne bei sich im Bett haben, und ich gehöre eigentlich auch dazu. Wenn Maxe aber beschließt, nur einschlafen zu können, indem er seinen kompakten kleinen Körper um meinen Kopf windet, seinen Kopf auf meiner Wange parkt oder seine Ärmchen um meinen Arm klammert, dann kann ich einfach nicht schlafen. Und wenn dann noch hinzu kommt, dass er im Schlaf (!) zu brüllen anfängt, sobald es ihm ein bisschen unangenehm wird, zum Beispiel, weil ich ihn zwei Zentimeter weiter schiebe, weil ich einfach keinen Platz mehr habe, wird es ganz kritisch. Heute abend also… wir werden sehen. Haltet eure Ohropax bereit!

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