Adventszeit

12. Dezember 2011 § 4 Kommentare

Seitdem wir Kinder haben, geht es bei uns während der Adventszeit vorrangig um das nackte Überleben Stressreduktion. Als Elisabeth im letzten Jahr fragte, ob sie während der Adventszeit Urlaub nehmen dürfe, brach eine Massenpanik unter uns Eltern aus.

Inzwischen könnte ich mir vorstellen, dass die Advents- und Weihnachtszeit wirklich schön werden kann, wenn die Kinder erst einige Jahre älter sind. Diszipliniertes Warten vor dem Weihnachtszimmer, bis das Glöckchen schellt, Geschenke für einen selbst, gemeinsames Plätzchenbacken mit einer Ausdauer, die für mehr als 20 Gramm Teig reicht und keinen Streit mehr um das Kerzenanzünden.

Zurzeit gleicht das Kerzenanzünden mehr einem Kriegsauftakt denn einem Akt der Besinnung.

„ICH WILL!“ schreit der kleine Riesensohn, sobald ich die Streichhölzer vom Regal nehme.

„IIIII!!!III!!!“ schreit Sohni, der spitz bekommen hat, dass man den Streichholzkopf an der Streichholzschachtel reiben muss: „IIII!!!“ Aufgeregt flattern seine Ärmchen hinauf und hinunter.

Bisher darf er nur (unter fachkundiger Anleitung) anzünden, wenn Melek nicht da ist und er fügt sich (noch) in sein Schicksal.

Beide Zwillis sind vor allem scharf auf´s Auspusten. Also zündet der kleine Riesensohn ein Streichholz an, mit diesem eine Kerze und pustet das Hölzchen dann aus, und Sohni und Maxe dürfen jeweils einmal pusten, weil ich ihnen noch extra ein Streichholz anzünde.

Wenn das geschafft ist, stürzen wir uns auf´s Essen wie bisher.

Wenn die Kinder alle älter sind, dann habe ich auch gute Hoffnung, dass unser Weihnachtsstern bis Weihnachten durchhält, ohne vorher von Maxes Händchen zerrupft zu werden, und ganz allgemein jede Menge Hoffnung, dass unsere technischen Geräte länger durchhalten als bisher. Der beste Ehemann der Welt schließt inzwischen für alles, was Strom benötigt, eine Versicherung ab, nur für den Toaster haben wir keine. Hätten wir mal, denn gestern ist er eine heiße Liason mit zwei CDs eingegangen, die Sohni mangels Brot in seine Schlitze gesteckt hat. Vielleicht gibt es ja auch eine Versicherung für Bibliotheks-CDs, denn um eben solche handelte es sich. Gleich morgen werde ich mal fragen. Und alternativ eine Ratenzahlung vereinbaren. Oh, sti-ille Nacht.

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