Ich war acht Jahre alt, als…

17. Dezember 2011 § 13 Kommentare

ich das Loch in der Wand erblickte. Es befand sich über meinem Schreibtisch, ungefähr in Augenhöhe und es sah aus, als ob es schon längere Zeit dort gewesen wäre, nur war es von einem Foto verdeckt worden, das mich und meinen kleinen Bruder zeigte, wie wir gerade Bonsai, den Zwerg aus unserem Urlaubskoffer klettern ließen.

Sooo fängt die Geschichte an. Eure Aufgabe besteht darin, sie fortzusetzen, in mindestens zwei, maximal zehn Sätzen. Es gibt keine Vorgaben, außer, dass sie besonders abstrus sein sollte. Jeder, der mitmacht, wird (per Zettel) in einen Hut geworfen und dann von einem meiner Kinder gezogen…

Gewonnen wird ein Pabobo Nomade Nachtlicht. Echt, da lohnt sich das Mitmachen. Und damit der Anreiz des Schreibens größer wird, gibt es pro Kommentar (mit mindestens zwei, maximal zehn Sätzen) einen Zettel mit eurem Namen für den Hut.

Alles klar?

Das Geschichtenschreiben geht bis zum 23. Dezember, dann wird gelost und ihr benachrichtigt. Adressenaustausch geht dann per Mail.

Und nun… bin ich gespannt …

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§ 13 Antworten auf Ich war acht Jahre alt, als…

  • mara sagt:

    Äh, ist es zu schwierig, also ich meine ???
    Gemeint ist, dass ein jemand einen Kommentar hinterlässt, der die Geschichte fortsetzt und danach schreibt jemand anderes weiter unter Berücksichtigung des vorangehenden Kommentars.

    Usw.

    Alles klar? (Mitmachen lohnt sich!)

  • regenrot sagt:

    Wie er das geschafft hatte, ist uns bis heute ein Rätsel – Beine hatte er keine, aber was wussten wir schon?! Während ich das Loch mit halbem Auge betrachtete und meinen Gedanken naching, schien sich etwas daran zu verändern. Als ob Spinnenbeine daraus wachsen würden. Und die Wand… hatte sie nicht auch… Augen?! Oder waren es doch nur Popel, die mein Bruder frecherweise dort verteilt hatte?

  • Talili sagt:

    Ich kniff die Augen mehrmals zusammen, in der Hoffnung endlich klar sehen zu können, was da an der Wand war. Als sich die schwarzweißen Muster hinter den Augen verflüchtigt hatten, sah ich es ganz genau: es war weder eine Spinne noch waren es die Popel… Es war ein Gimpfo! „Ich wünsche einen schönen guten Tag.“ sagte es ganz freundlich und ein wenig näselnd. 

  • Talili sagt:

    Woher ich wusste, dass es ein Gimpfo war? Ganz einfach: zum einen hatte uns Bonsai damals im Urlaub von diesen Wesen erzählt und zum anderen wäre ich auch ohne Bonsai’s Geschichte drauf gekommen: vor der Wand schwebte ein grünes Irgendwas mit pinken Füssen Obendrauf. In diesem Fall war es ein zehn Zentimeter großer, grüner Teddy mit pinken Beinen statt Ohren auf seinem Kopf. Bonsai hatte uns damals erzählt, dass die Gimpfos nur auf Volksfesten und Rummelplätzen leben, weil sie es lieben, wie Kinder dort immer vor Freude lachen und jauchzen. Warum war dieser Gimpfo jetzt auf einmal bei mir?

  • Und vorallem: Wie sollte ich mit ihm reden, wenn er keine Ohren hatte? Konnte er vielleicht doch mit den Beinen hören? Das wäre ja verrückt. Aber was ist schon verrückt. Hm, aber wie verhält sich denn so ein Gimpfo? Ob ich es anfassen kann?

  • regenrot sagt:

    Noch während ich auch nur in Gedanken den Finger nach dem Gimpfo ausstreckte, fing er schrecklich an zu zetern. Wie ich es nur wagen könnte, IHN, den großartigen Gimpfo mit meinem kleinen dreckigen Wurstfingern anfassen zu wollen?! Dreckige Wurstfinger? Das sagten die Erwachsenen auch immer, wie ich so etwas hasste! Sollte er doch sehen, was Wurstfinger so alles können! Ich stippte ihm auf das linke Ohrbein, vorsichtig zuerst, dann stärker. Beim nächsten Stups landete ich in seinem Ohr – war also doch kein reines Bein.

  • Das war aber wohl ein wunder Punkt des kleinen Gimpfo – er bewegte sich gar nicht mehr und starrte mich einfach an. Ob er jetzt telepathisch seine Freunde ruft? Was, wenn die viel größer sind als ich? Vorsichtig zog ich meinen Finger heraus. Seine Augen verfolgten mich panisch.

  • regenrot sagt:

    Erst dachte ich, er würde mich nur so anstarren, weil ich ihn angefasst hatte, doch dann warf ich selbst einen Blick auf meinen Finger. Nicht nur, dass etwas rötliches mit braunen Krümeln darin daran klebte, nein, er hatte sich verändert. Zusammen mit dem Ohrenbeinschmalz sah mein Finger jetzt aus wie eine Wurst mit Ketchup und Röstzwiebeln. „Fehlt nur noch das Brötchen“ sinnierte ich, bis der Anblick auch in mein Großhirn durchgedrungen war.

  • Talili sagt:

    Ich spürte ein leichtes kitzeln und schon lag ein Brötchen um meinen Finger/Wurst. “ Du hast dir doch noch ein Brötchen gewünscht, oder?“ drang wieder die näselnde Stimme in mein Ohr. Ich schaute auf und blickte in das verschmitzt grinsende Gesicht des Gimpfos. Natürlich! Wie konnte ich das vergessen?! Wenn Gimpfos in der Nähe sind muss man aufpassen was man sich wünscht, erst recht wenn man sie wahrgenommen hat. Ich schüttelte meine Hand, dachte daran wie sie vor drei Minuten noch aussah und sah zu wie sie sich wieder zurückverwandelte. Ich grinste zurück. „Entschuldige bitte, dass ich dich anfassen wollte, ich wollte wissen ob du echt bist. Und was machst du überhaupt hier?“

  • Das kleine Wesen verzog den Mund – es sah aus, als wenn es lächelnd wollte. „Ich bin schon länger hier. Sehr viel länger. Eigentlich krabbel ich jede Nacht aus dem Loch und schicke dir die guten Monster in die Träume, die dich beschützen. Aber es kribbelt in mir, es wird Zeit, mir ein neues Kind zu suchen. Du bist doch jetzt groß.“ Ich erschrak.

  • regenrot sagt:

    Wem sollte ich glauben? Bonsai, dem Zwerg, der erzählte, dass Gimpfos auf Rummelplätzen lebten oder dem Gimpfo selbst, der anscheinend so etwas wie der Chef der Monster AG war? Da ich den Film an die hundert mal gesehen hatte und auch das MakingOf kannte, entschied ich mich für Bonsais Version.
    „Ich lebe also auf einem Rummelplatz!“ schrie ich unvermittelt und so laut, dass der Gimpfo vom Schreibtisch fiel.

  • […] kleine Kerl ist endlich Gimpfo sei Dank bei uns eingezogen, passend zum großen Kerlchen an der Wand. Ich scheitere nur an der […]

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