Sti-ille Nacht…

26. Dezember 2011 § 2 Kommentare

Hier herrscht Stille.

Nachdem Sohni am Heiligen Abend ins Bett gekotzt hat, haben wir Alarmzustand ausgerufen, der darin bestand, dass ich die Nacht neben Sohni verbracht habe und der beste Ehemann der Welt, nachdem er die Bettwäsche in die Waschmaschine gestopft hat, durchschlafen konnte.

Auf den zweiten Ausstoß von Schokoladedominosteinen in vorverdauter Form war ich dann vorbereitet. Den Trick habe ich schon bei Klein-Melek angewendet, als er einige Wochen lang die gute Muttermilch eimerweise wieder von sich gegeben hatte: Man nehme hundert Handtücher und bedecke damit großräumig das Bett um das potenziell speiende Kleinkind und zwar mehrlagig. Nach dem nächsten Ausstoß nehme man die oberste Schicht ab und spare sich auf diese  Weise elegant das Bettenneubeziehen.

Das klappt ganz gut, aber nach dem dritten oder vierten Ausstoß beschloss ich, dass nun alle Dominosteine draußen sind, und verabreichte dem potenziell speienden Kind eine Vo*ex. Dann war gut.

Da der Windelinhalt am nächsten Morgen seehr flüssig war, wurde die Kontaktsperre Sohni/Mama : Melek/Maxe/Papa verlängert und das kranke Kind samt Betreuerin in das obere Wohnzimmer gesperrt, bis es dem besten Ehemann der Welt im unteren zu langweilig wurde und er beschloss, zu den Omas zu fahren. Tja, und da wäre sie, die Stille. Sohni ist von Natur aus ein ruhiger Typ und auch wenn er viel redet („Dadaioauchdegsiiidadaauaohh!“), redet er nicht laut. Am Nachmittag hing er noch schlapp herum, aber heute morgen hat er wieder ein paar Happen mehr gegessen und ist hoffentlich auf dem Weg der Besserung, denn – der geneigte Leser weiß ja schon – dann geht es auf große Fahrt (So viel zum Thema „Sinnhaftigkeit ärztlicher Atteste“). Melek versteht unter der Mutter-Kind-Kur anscheinend eine Art Urlaub. Der Vater des Knaben hat ihm das wohl so erklärt, vermute ich, wobei jener wohl eher einen Vater-ohne-Kinder-Urlaub darunter verstanden hat. Wehe, er ist nicht erholt, wenn ich wiederkomme! Und hoffentlich hat er bis dahin die Feuermelderbatterien ausgewechselt, die Treppe fertig gestrichen und die Wandlampe im Kinderzimmer repariert.

Seit gestern Abend genießt Sohni sein Einzelkinddasein. Er redet. Ja, wirklich. Es sind nur Einsilber und Einwortsätze, aber sie sind deutlich: „Ja“ und „Zu!“ und „Rein!“ und ich habe den Eindruck, er kann sich gerade voll entfalten. Immer mal wieder lese ich in den Suchanfragen, dass Eltern ratlos im Internet nach Ideen suchen, was man bei krasser Eifersucht unter Zwillingen machen kann. Immer mehr denke ich, dass eine vorübergehende Trennung, und sei es auch nur ein paar Stunden Wunder wirken kann. Ein paar Stunden ohne Konkurrenzkampf tut, glaube ich, allen Beteiligten gut.

Und jetzt geht es an den Klimawandel. Was haltet ihr eigentlich von kohlendioxidfreien Kohlekraftwerken? Das ist ein Witz, oder? Es gibt sie aber wirklich, also echt, manchmal denke ich…

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