Mutter-Kind-Kur: Kinderbetreuung

8. Januar 2012 § 4 Kommentare

Die Kinderbetreuung ist hier genial, besonders für Mütter, die endlich mal in Ruhe essen wollen. Zum Beispiel ich, damit ich mehr Gefühl für die innere Sättigung bekomme und weil ich meine Ernährung gerne umstellen möchte. Die Kinder können ab acht Uhr fünfzehn ins Kinderhaus gebracht werden, essen dort auch Mittag und bekommen Kuchen oder ähnliches, bis sie um fünfzehn Uhr wieder abgeholt werden. Das Abendessen wird dann gemeinsam eingenommen und ehrlich gesagt, reicht mir eine Mahlzeit mit allen Müttern und allen Kindern zusammen, obwohl wir schon in den zweiten Essraum umgezogen sind, weil wir zum einen natürlich laut sind, zum anderen, damit meine Kinder von den herumspringenden anderen nicht zu stark abgelenkt werden, und das klappt ganz gut. Andere Kliniken, nach denen ich mich erkundigt habe, bieten diesen Service nicht oder nur für große Kinder und diverse telefonische Ansprechpartnerinnen hatten auch keinerlei Verständnis für mein Anliegen, alleine und damit in Ruhe essen zu wollen.

Sicherlich, mit einem oder zwei Kindern, zumal älteren ist das gemeinsame Essen vielleicht nicht so ein großes Problem (außer in bezug auf den Lärmpegel, der für mich Stress bedeutet), aber mit drei kleinen, die noch nicht an das Buffet heranreichen, davon zwei, die sich ihr Brot noch nicht selber schmieren können, finde ich gemeinsame Mahlzeiten anstrengend.

Das Essen im Kinderhaus klappt sehr gut, denn zum einen ist unsere Winterkur nicht ausgebucht, so dass es relativ wenige Kinder hier gibt, zum anderen ist der Betreuungsschlüssel ein einziger Luxus, was auch daran liegt, dass es hier viele Therapiekinder gibt.

Für die Kleinkindgruppe (zurzeit fünf Kinder) gibt es zwei Betreuerinnen, für die große Gruppe etwa fünf. Alle geben sich große Mühe, es den Kinder so schön wie möglich zu machen. Melek hat an seinen ersten Tagen sogar eine eins-zu-eins-Betreuung bekommen, damit er sich schnell integrieren kann.

Am jedem (!) Abend gibt es einen Kindersitterservice. Von zwanzig bis zweiundzwanzig Uhr patroulliert eine junge Dame durch die Häuser, lauscht und geht ggf. auch in die Zimmer. Da ich an den ersten Abenden mit allen dreien doch überfordert war (Aufgabe: Bringe drei kleine Kinder mit Infekten und ordentlicher Aufregung im Bauch gleichzeitig ins Bett, während sie sich gegenseitig wieder wachrufen), habe ich nun einen Spezialkindersitter bekommen, der mit dem wachesten Kind im Bastelraum verschwindet. Mit zweien komme ich gut zurecht und wenn diese beiden schlafen, hole ich mir das dritte Kind. Maxe war noch nie mit dem Spezialsitter im Bastelraum… er schläft so gerne und nachdem Melek sich beschwert hat, dass er früher ins Bett will, ist es Sohni, der noch malen darf.

Da Sohni außerdem beschlossen hat, dass einundzwanzig Uhr eine geniale Zeit ist, um schlafen zu gehen und vorher blitzmunter Kekssuppe kocht, Wasser in den Bettkasten schüttet und das Klopapapier zerschnipselt, gebe ich ihn beim ab-zwanzig-Uhr-Kindersitter ab, da er dort friedlich auf dem Schoß sitzt, bis er irgendwann einnickt, damit ich zum Mütterangebot ab zwanzig Uhr dreißig gehen kann. Das Abgeben geht aber nur hier in dieser kleinen Kur, weil die ab-zwanzig-Uhr-Babysitter normalerweise viele Kinder beaufsichtigen, und das geht natürlich nur, wenn die schlafen.

Die meisten Kinder hier sind aber schon älter und selbständiger, so dass der Kindersitter nicht mit Sohni überfordert ist.

Den extra Babysitter hatte ich übrigens nicht von mir aus geordert, sondern wurde mir vom Haus angeboten, nachdem die Mitarbeiterinnen mitbekommen haben, dass ich abends ziemlich an meine Grenzen komme. Die Nächte alleine mit drei Kindern sind ja auch nicht unbedingt ruhig, einer wacht meist auf, sucht mich, hat schlecht geträumt und naja, das übliche eben.

So, und nun breche ich auf, zur Wanderung der Naturfreunde, wir wohnen hier nämlich im Naturschutzgebiet und der NABU macht heute eine Winterwanderung 😀 , Einmal raus aus dem Kurbetrieb, sonst kriege ich dann noch noch einen Kurrappel.

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§ 4 Antworten auf Mutter-Kind-Kur: Kinderbetreuung

  • Talili sagt:

    Hallo Mara, wie schön, wieder von euch zu lesen 🙂
    Das klingt wirklich nach einer bedarfsorientierten Kur. Und ich freue mich fuer dich, dass sich die Jungs dort im Kinderhaus so wohlfuehlen. Weiterhin noch erholsames kuren und noch ruhigere Nächte ( ich drücke wieder die Daumen) und bis zum nächsten Blogeintrag.

  • mara sagt:

    Dankedanke! Wir haben eine Verlängerung bekommen! Wie geht es bei euch?

  • Talili sagt:

    Ui! Glückwunsch zur Verlängerung 🙂 ich wünsche dir, dass alle gesund bleiben und du zu allen Anwendungen und Kursen kannst.
    Bei uns ist der tägl. Wahnsinn mit zwei so lütten Jungs. Im mom bereitet der Kleine mir schlaflose Nächte, schläft NUR mit mir im Bett. Und das auch nur mit stündlich wach. Aber sonst ist hier alles gesund und munter. Ich warte auf meine Kurgenehmigung und mache mir schon einen Kopf, wie das dort gehen soll, wenn vor allem der Kleine noch nie fremdbetreut wurde…
    Viele Grüße

  • mara sagt:

    hallo, talili,
    also die betreuerinnen der kleinkindgruppe sind sehr lieb und sehr erfahren. ohne heulen geht es allerdings nicht 😦 , wie ich an den kleinen kindern sehe, und daher bin ich dann doch froh, dass die zwillinge schon kindergartenerfahrung haben und nicht beim abschied weinten. ich drück dir die daumen und erwarte sehnlichst bericht! liebe grüße!

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