Grübelkind

17. März 2012 § 2 Kommentare

Der kleine Riesensohn denkt nach. Eigentlich den ganzen Tag.

„Wie kommt das Moos auf´s Dach? Was braucht Moos eigentlich zum Leben? Wieso liegt da Moos auf dem Boden? Und wieso picken die Vögel das Moos vom Dach?“

„Warum können Kühe im Laufen kacken?“

„Warum ist es noch dunkel, wenn es schon morgens ist?“

„Ist jetzt schon Frühling?“

Er entdeckt die Ungereimtheiten des Alltags:

„Warum bekomme ich ein Zäpfchen, wenn doch mein Kopf weh tut?“

Und bringt Transferleistungen:

„Mama, ich muss mich nicht mehr eincremen. Ich habe das im Kindergarten getan. Das sieht man nicht mehr, aber das Blut transportiert das dahin, wo der Körper das gerade braucht.“

Theologisiert:

„Mama, wer hat den Gott zum Leben gebracht?“

Und entdeckt unser Fortpflanzungssystem:

„Wozu sind denn Spermien da?“

Allabendlich beende ich die Gespräche mit: „Das ist eine gute Frage, heb sie dir für morgen auf“, wenn die Fragerei mir zu viel wird.

Zum Beispiel vorvorgestern: „Mama, den ganzen Sandmatsch kann man nie im Leben wegräumen, oder?“

„Du meinst, den Sand am Strand?“

„Ja, genau, nur wenn alle mithelfen und mit einem Staubsauger kommen, oder?“

Vorgestern:

„Mama, erzähl mal, was das Gehirn alles kann!“

Und gestern: „Mama, kann sich ein Maulwurf durch ein Haus graben?“

Außerdem lernt er von mir die unseriösen pädagogischen Tricks. Wenn du was willst, was deine Kinder tun, dann formuliere es so, dass sie sich einen Vorteil davon versprechen:

„Mama, ich komme mal unter deine Decke. Dann kann ich dich besser aufwärmen.“

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