Alte Zutaten,

19. März 2012 § 8 Kommentare

neue Woche:

Entgegen erwarteter Entspannung an der Personalstärkefront haben sich heute erneut Erzieherinnen krank gemeldet. Dennoch muss ich meine Kinder erst um halb vier abholen. Also sitze ich am Schreibtisch und lerne und mache nichts anderes, denn wer weiß schon, wie es morgen wird.

Maxe hat gestern noch arg verschnoddert ausgesehen, dennoch haben wir die Trainingseinheit „Schlaf durch, mein Kind“ gestern Nacht fortgesetzt, genauer gesagt, der beste Ehemann von allen, damit ich noch eine Nacht durchschlafen konnte, bevor er wieder für einige Tage verdienstreist.

Das Training ähnelt dem Training an Sohni, der abends ja gerne mal (nach Zudecken, Küssen, Schnullisanreichen) Decke und Schnuller von sich wirft und dann schreit, vermutlich weil … nunja, wer weiß das schon.

Maxe schläft meist friedlich ein, wacht aber vier bis fünf Mal pro Nacht auf und sitzt in seinem Bett und brüllt.

In der Nacht zum Sonntag habe ich die Ich-stell-mich-schlafend-Methode angewendet und ihn brüllen lassen. Dabei habe ich im Stillen bis 150 zählen wollen, aber er brach schon weit vor der 100 das Gebrüll ab und schlief lieber wieder ein. Ergebnis: Zweimal wach, zweimal wieder eingeschlafen. Keine Intervention. Der beste Ehemann der Welt, der das Training gestern Nacht fortsetzte, berichtete über dreimaliges Aufwachen.

Hoffentlich wird es diese Nacht noch einmal sigifikant besser!

Die hartnäckigen unappetitlich gefärbten Klümpchen in meinen Nasennebenhöhlen werden mehrmals täglich mit Schleimlöser attackiert und geben allmählich den Widerstand auf. Das Radfahren und Schwimmen am Samstag war wohl doch etwas zu viel für meinen infektgebeutelten Körper…

Immerhin niest Elisabeth nicht mehr so häufig, und heute hat sie sich sogar unserer einzelnen Socken erbarmt. Wie kann es sein, dass sich gefühlte 70 Einzelsocken anhäufen, ohne dass ihr Pendant zu finden ist? Ich verstehe das nicht… Der beste Ehemann der Welt hat angeregt, dass jedes Familienmitglied eine eigene Sockenfarbe bekommt und von diesen Socken etwa ein Dutzend Paare, damit wir wenigstens dieses Problem los sind. Elisabeth hat immerhin noch ca. 10 Pärchen gefunden, nachdem der beste Ehemann von allen gestern in derselben Kiste gar keine gefunden hat. Wenn ich also (Regressionsanalyse) noch einmal nachschauen würde, vielleicht fände ich dann alle. Allerdings nehme ich es mit der Zuordnung nicht gar so streng, Hauptsache, die Machart der Socken stimmt überein, Farben werden sowieso völlig überschätzt, wo im Winter doch sowieso keiner die Socken sieht.

Und weiter geht´s mit Aplysia und der Aufklärung der zellulären Grundlagen der Habituation. Auf, auf, mein Schneckchen…

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§ 8 Antworten auf Alte Zutaten,

  • Karolin sagt:

    Ich wünsch gute Nerven und gute Besserung!! Übrigens: habt ihr vielleicht die gleiche Waschmaschine wie wir? Unsere ernährt sich von Socken… Liebe Grüße Karolin

  • Marc sagt:

    Jeder seine eigene Sockenfarbe – das ist einfach genial! Also, solange ich nicht rosa bekomme, oder apricot, oder flieder…

    Gute Besserung!

  • Kiki sagt:

    Ich wünsche euch auch gute Besserung!
    Das Sockenproblem lässt sich lösen:
    Es gibt farbige Klammern, mit denen man ein Sockenpaar zusammenklipst, damit diese immer paarweise auftreten, jede Sockengröße hat eine eigene Farbe. Falls die Klips gerade verschwunden sind kann man auch mit einer Wäscheklammer die Socken zusammenhalten. Und im Urlaub gibt es nur neue Socken aus dem Koffer, wenn die alten paarweise zurückkommen.
    So ist die Population der einzelnen Socken minimiert.

  • mara sagt:

    @Karolin: Da gibt es sogar eine Sendung mit dem kleinen Elefanten, die das Problem behandelt. Fazit: Sockenfressende Waschmaschinen sind eine harte, traurige Realität.

    @Marc: Der beste Ehemann von allen hat sich da schon verwirklicht: 20 gleiche Sockenpaare, alle in schwarz. Ich dagegen bevorzuge Ringel… die gibt es leider nicht in dieser Auflagenstärke.

    @Kiki: Willkommen als Leserin! Es hakt genau an der in deinem vorletzten Satz beschriebenen Vorraussetzung: Sie kommen nicht paarweise zurück. Meine Kinder ziehen ihre Socken IRGENDWO aus und werfen sie auch IRGENDWO hin. Verstärkt wird das Problem durch mein pragmatisches Sockensortierverhalten: Ich rolle auch Sockenpaare zusammen, die nur annähernd gleich aussehen. Ich stecke in einem fatalen Teufelskreis… 😉
    Wie bist du auf den Blog gestoßen, wenn ich fragen darf?

    Ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag!

    Mara.

  • Kiki sagt:

    @ Mara: Ich bin über einen anderen Blog hierher gekomen, wie weiß ich selbst nicht mehr, da ich schon einige Zeit stumm mitlese.

    Meine kleinste Schwester ist auch wenn sie schon 12 ist, jemand, der die Klamotten irgendwo liegen lässt, ich kenne das Problem auch. Da sie aber die einzige ist und alle anderen schon älter sind klappt es meistens.
    Ich selbst bin 17 und führe zur Zeit den 5-Personenhaushalt, von dem her kenne ich da inzwischen auch so einige verstecke von ihr, das ist immer gut wenn man den 2. sucht.

  • mara sagt:

    DU bist 17 UND managt einen 5Personen-Haushalt??
    Wie machst du das denn, liebe Kiki? Ich ziehe tief meinen Hut vor dir…

  • Kiki sagt:

    @ Mara: Naja nicht ganz alleine, ich habe eine Haushaltshilfe für 4,5 h/Woche und meine kleinen Schwestern sind „schon“ 12 und 15, deswegen gibt es auch keine Familienhilfe. Nebenher habe ich diese Woche noch mein schriftliches Abi, deswegen stecke ich jetzt meinen Kopf wieder in die Chemiebücher 🙂

  • mara sagt:

    Ui, Chemie! Das fand ich immer fies! Ich drücke dir ganz feste die Daumen!

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