Pippi und Hörtest

30. März 2012 § Ein Kommentar

Luzie macht Pippi. Oder auch nicht. Jedenfalls ist „Luzie und Lottchen gehen auf Töpfchen“ gerade auf Platz Eins der Bilderbuchhitliste unserer Zwillinge.

Luzie macht Pippi lieber in die Windel und setzt stattdessen ihre Spielzeugtiere auf den Pott. Das Nilpferd ist zu klein und fällt hinein, nur zusammen mit dem Krokodil kann es sitzen bleiben. Unter der wechselnden Besatzung kann man jeweils den Pippipott per Pappklappe öffnen und: „Nein! Pippi!“ rufen die Zwillinge und schütteln traurig die Köpfe. Nie ist Pippi im Töpfchen! Bis Lottchen dran ist… Plötzlich ist Pippi im Topf! „Jaaaa! Pippiii!“ jubeln die Zwillinge im Chor, Late Talker halt, da werden die paar Wörter fleißig durch Gestik, Mimik und Intonation variiert.

„Willst du auch Pippi ins Töpfchen machen?“ frage ich Sohni, der entschieden den Kopf schüttelt, Maxe wage ich gar nicht erst zu fragen.

Zumindest hören sie. Das sagt die Ohrenärztin, bei der wir gestern versammelt aufgetreten sind.

Sohni hockte auf dem Schoß des besten Ehemannes der Welt und ließ Ohrenschmalzentfernung und Hörtests willig über sich ergehen.

Maxe hockte auf meinem Schoß und schüttelte entschlossen den Kopf, als ich ihn fragte, ob die Ärztin mal in seine Ohren gucken darf.

Die Dame holte ein Spielzeug aus ihrem Fundus und legte es auf das Tischchen neben den Behandlungsstuhl.

„Das bekommst du, wenn du jetzt gut mitmachst.“

Maxe spricht ja nicht viel, aber ein Wort klappt prima: „Meiner!!!“

„Ja, das ist dein Spielzeug, aber erst einmal gucke ich in deine Ohren.“

„Meiner!!!“

Ich bestätige die Worte der Ohrenärztin.

Maxe hält still – einigermaßen. Ohrenschmalz wird entfernt, dann versuchen wir es mit diesem ominösen Gerät, das auf mir unerklärliche Weise messen kann, dass die Zwillinge hören können. Die Kurven sind nicht perfekt, aber das liegt auch daran, dass die Zwillinge nicht ganz stillhalten, und Sohni hat sowieso einen Schnupfen.

Ich bin beruhigt, der beste Ehemann von allen hält diese Untersuchung ja sowieso für überflüssig („Die hören doch!“) und mit unserer Beute (zwei „Laufende Nasen“ und zwei mal zwei Bonbons) und der Aufforderung, noch einmal wieder zu kommen („Beim zweiten Mal kennen die Kinder das schon, da kann man besser messen, und außerdem sollten sie schnupfenfrei sein.“), zockeln wir in den Kindergarten.

Maxe hat übrigens seine große Liebe zum Laufrad entdeckt, es aber – vorsichtiger Junge, der er ist – in ein Schieb- und Gehrad umfunkioniert. Da brauchen die Eltern wieder viiiel Geduld, denn so ein Schiebrad macht auch langsame Toddler noch langsamer…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements

Tagged:, ,

§ Eine Antwort auf Pippi und Hörtest

  • Andrea sagt:

    Lustig, genau dieses Buch habe ich heute entsorgt. Es war nämlich nicht mehr lesbar und fast alle Klappen ausgerissen. Ein treuer Begleiter auf dem Weg zum trocken werden, wobei Ditte „Moritz Moppelpo“ lieber mochte. Der ist zwar auch schon sehr mitgenommen, darf aber aus sentimentalen Gründen noch bleiben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Pippi und Hörtest auf Das zweite Kind sind Zwillinge.

Meta

%d Bloggern gefällt das: