Zeitung

4. April 2012 § 3 Kommentare

Frau Zeitung war sehr nett, und sagte, sie habe selbst zwei Kinder.

Ob jemand Kinder hat oder nicht, scheint immer sehr wichtig zu sein, wenn sich jemand jemandem vorstellt, der welche hat. Diejenigen ohne Kinder sagen dann gewöhnlich Sätze wie „Ich habe zwar keine Kinder, aber ich kann mir gut vorstellen…“ oder „…aber ich habe einen kleinen Neffen/Nichte/Patensohn etc.“ Was insgesamt meine Theorie verstärkt, dass Mütter, egal, ob Hausfrau oder berufstätig, im Schuhgeschäft tätig oder als Laborleiterin, oft mehr Gemeinsamkeiten haben als Kolleginnen.

Aber zurück zu Frau Zeitung. Ich schildere also zum sechsten (?) Mal unser Erlebnis, bitte um Anonymität (ich will keine Ausgrenzung des kleinen Riesensohnes riskieren) und frage, ob ein Artikel zum Thema erscheine. Ja, er wird erscheinen, irgendwann Ende der Woche (Donnerstag?), und ich bin gespannt. Ich habe die Ideen von aupairfamilienrw weitergegeben, ob man spezielle Müllbehälter für Spritzen aufstellen könne und bitte um Hinweisschilder, die die Eltern um Mithilfe bitten. So etwas wie: „Sprechen Sie mit Ihren Kindern!“ wünsche ich mir und eine Anleitung, was ich mit den Spritzen tun soll, die wir eventuell noch finden werden. Auch gebe ich zu Bedenken, dass normale Müllbehälter nicht ausreichen, der nächste Dosensammler hat das Ding dann auch noch im Finger…

Bei allem bin ich mir überbewusst, dass wir in einer immer noch sehr behüteten kleinen Großstadt leben, dass beispielsweise einige Kindergartenspielplätze in großen Städten wie Köln morgens generell von den Erzieherinnen abgesucht werden müssen, weil die Drogenmenschen ihre Spritzen über den Zaun werfen. Dennoch bin ich zufrieden damit, alles getan zu haben, was mir eingefallen ist. Ich will meine Kinder ja nicht weltfremd aufziehen, sondern mit Aufklärung und Hinweisen. Und ich hoffe nun, dass ich das eine oder andere Kind auf diese Weise vor einem unnötigen Pieks schützen kann. Dann werfe ich mal einen Blick in die Zeitung…

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§ 3 Antworten auf Zeitung

  • Marc sagt:

    Bewundernswert, wie viel Kraft du aus dem furchtbaren Vorfall schöpfst. Für deinen Feldzug wünschen wir dir viel Erfolg! Beste Wünsche und Grüße aus Niederbayern!

  • Friederike sagt:

    Ist erschienen. Generalanzeiger online.

  • mara sagt:

    @Marc: Beim „Feldzug“ musste ich lachen, naja, sieben Anrufe, das ist ja jetzt nicht so die Welt. Aber es hat was gebracht, heute steht es in der Zeitung:
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Kind-verletzt-sich-an-Spritze-article732006.html

    @Friederike: Ich hab´s gestern gesehen, aber die Stadt will keine Schilder aufstellen, sondern setzt stattdessen auf „Prävention an Schulen und Kindergärten“. Bei uns ist noch nichts gelaufen in der Richtung. Bei euch? ich erwäge einen Leserbrief zu schreiben und die Pressesprecherin der Stadt mal zu fragen, wann denn diese Prävention stattgefunden haben soll. Wäre schön, wenn du (und andere Bonner Leser) auch einen schreiben könnten.

    Liebe Grüße und an alle schöne Ostertage,
    Mara.

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