Einschlafgedicht

23. Mai 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Maximilian Schneckenohr

schielt hinter einem Blatt hervor,

abends darf er gern noch malen,

heute abend malt er Zahlen.

Jetzt schielt er, weil der Papa spricht:

„Ab ins Bett, mein kleiner Wicht.“

Und nach Kuss und Gute-Nacht-Geschichte,

liegt Max in seiner Bettenkiste.

Drei Minuten liegt er still,

dann fällt ihm ein, was er noch will.

„Papa!“ ruft Max, „komm mal kurz!

Ich will Wasser, ich hab Durst!“

Doch Papa ruft nicht: „Komme schon!“

Stattdessen sagt er: „Lieber Sohn,

das Wasser steht über dem Bett,

dort auf dem Spielzeugteddybrett.“

Max trinkt und liegt dann wieder still,

weil auch er ja schlafen will.

Doch malt das Mondlicht durch das Fenster,

an die Wand zweidrei

„GESPENSTER!“

schreit der Max, und Papa rennt zur Zimmertür.

Mein lieber Sohn! Was ist mit dir?“

Max zeigt bibbernd auf die Wand:

„Genau hier war die Gespensterhand!

Und dort der Kopf mit roten Augen!

Ich hab Angst! Du musst mir glauben!“

Papa seufzt, zieht aus die Schuhe,

und legt sich mit dem Sohn zur Ruhe.

Max kuschelt sich in Papas Arm,

dort ist er sicher – und ganz warm.

Hoch wölben sich die Papa-Rippen

ein Chrrrrrrr prustet durch seine Lippen.

Max ist doch müde und will schlafen,

doch was ihn hindert? Papas Schnarchen…

Einschlafgedicht im doppelten Sinne. Dichten am Abend vertreibt Prüfungsangstsorgen und sorgt für die nötige Bettschwere.

Das Gedicht darf unter Nennung der Quelle zwillingsblog.wordpress.com gerne im privaten, nicht gewerblichen Bereich genutzt werden.

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