„Da, Mama!“

22. Juni 2012 § Ein Kommentar

Soll mal einer sagen, Mütter hätten keine aufregenden Nächte mehr. Oder die Romantik ginge flöten. Wie soll das gehen? Meine Nächte sind immer aufregend: Mal ist das Pabobo weg, mal der Schnuller. Mal ist ein Kind übergelaufen und das Bett muss neu bezogen werden oder es kotzt mir eines in den Ausschnitt. Heute nacht hatte ich zum Beispiel ein Paar Füßchen im Gesicht, die im Traum zappelten.

Das mit den Geschenken ist schon heikler, der beste Ehemann der Welt ist da nicht so energisch hinterher. Am Nachmittag des Muttertages zum Beispiel verriet er mir, dass er mir fast einen Blumenstrauß gekauft hätte.

„Und wieso hast du es nicht gemacht?“ fragte ich verständnislos.

„Der Blumenladen hatte gerade geschlossen.“

Heute nacht habe ich aber ein Geschenk bekommen.

Von Sohni.

„Da, Mama!“ sagte er und hielt mir im Dunklen sein Händchen hinüber, Zeigefinger und Daumen pinzettenmäßig aufeinandergepresst.

„Mmh“, knurrte ich.

„Da, Mama!“ kam es energischer.

„Für mich?“ seuftze ich.

„Ja, Mama!“

Ich fühlte nach seinen Fingerchen, was konnte es schon sein.

Es war klein und klebrig und…

„Bobl, Mama!“ sagte Sohni.

Drehte sich um und schlief weiter.

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