Sonne bei den Pinguinen

16. Juli 2012 § 6 Kommentare

Am Samstag war der Kinder-Glücks-sprich-Autotag: In strömenden Regen quetschten wir uns in den familienfreundlichen Firmenwagen und fuhren Richtung Frankfurt, wo wir meine Freundin trafen, die ich zwecks Wettermeldung vorher noch kontaktierte. Bei uns regnete es in Strömen, da zog es mich wirklich nicht nach draußen. Wir fuhren aber sofort los, als sie erstaunt die attraktiven Worte „Echt? Hier scheint die Sonne!“ in den Hörer sprach.

Und da waren wir dann, Treffpunkt Zoo, „da können die nicht weglaufen“ und außerdem erschien mir der Plan clever, die drei nach der ersten Zoorunde auf den Spielplatz zu schicken, während zwei Fastvierzigerinnen gemütlich ihr Käffchen …

„Nei-ein!“ rief die Bande, nachdem wir Tiger, Löwen, Fossas, Äffchen, Fische, Pelikane, die Rostkatze und ein Rotkehlchen beguckt hatten und ich optimistisch eine Spielplatzpause vorschlug. Nach den Löwen war ich abgrundtief fertig mit den Nerven. Wer kommt denn auf die wahnsinnige Idee, den steil abfallenden Wassergraben der Löwen mit einem Holzzaun abzugrenzen, durch den sich ein Elefant Kleinkind quetschen könnte??

Also gab es Runde Zwei mit Agutis, Fledermäusen, Schnabeligel, Ameisenbären, Goldkopflöwenäffchen, Kaiserschnurrbarttamarinen, Krokodilen, Geckos, Pinguinen, Leguanen, Lederschildkröten, Kaulquappen, Baumsteigerfröschen, Seelöwen, Zebras, Kamelen, Ziegen und Flamingos (die känguruartigen Mini-Goldwüstenspringmäuse, die kreuzundquergestreiften Rotpunktflosser und die fantasievoll gepanzerten Bergtamilen erwähne ich mal gar nicht), bis ich streikte und nach einem Kaffee verlangte.

Leider hatten Sohni und ich inzwischen die Freundin mit der Restbande verloren (nix mit Kaffeekränzchen) und strandeten am Tisch des besten Ehemannes der Welt, der aufgrund akuter Bollerwagenknappheit und unseres 120-Kilo-Gepäcks ein Buch (aus Papier!) im Zoocafé las.

Aber: Es war schön. Es war warm, die Sonne schien, die Kinder verlangten nach Eis, und als wir abends heimkamen, erfuhren wir, dass es hier den ganzen Tag geregnet hatte. Was besseres hätte uns also gar nicht passieren können.

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