Spaßnudel statt Muckibude

26. Juli 2012 § 6 Kommentare

Endlich Hitze!

Morgen Prüfung.

Gestern im Schwimmbad, Spannungsabbau.

Gar nicht so einfach mit gefühlten 10.000 anderen Schwimmbadbesuchern und einer Badeaufsicht, die mich dazu auffordert, mit meiner Poolnudel den Attraktions- und Spielebereich aufzusuchen.

„Das geht nicht“, schiele ich ins Gegenlicht, das mich trotz Sonnenbrille und Hütchen blendet. Die blonde Badeaufsicht schaut hinunter zum Beckenrand des Schwimmerbeckens, an dem ich mich festhalte und diskutiere, „ich brauche tiefes Wasser. Ich mache damit Aquajogging.“ Diskutieren ist schwierig, wenn Menschen aller Altersgruppe ebenfalls am Schwimmbeckenrand hängen und sich unterhalten. Warum schwimmen die nicht?

„Ich habe meine Vorschriften, und Spiel- und Spaßgeräte sind hier verboten.“

„Das ist doch kein Spaß!“ entgegne ich empört, „ich arbeite!“

„Trotzdem.“

„Das ist albern“ werde ich trotzig, „ich bin jetzt den dritten Sommer hier, fast alle Ihre Kollegen kennen mich, ich mache hier immer Aquajogging!“

„Dann bleiben sie halt am Beckenrand“, stöhnt die gute Frau.

Aquajogging am Beckenrand, haha. Wo denn? Zwischen dem küssenden Pärchen und den zwei Mädels, die die Köpfe zusammenstecken und kichern?

Dann jogge ich los. Beim Auquajoggen sieht man die Poolnudel sowieso nicht, also jogge ich die Mitte des Becken entlang, in Längsrichtung, wie es die schwarzen Streifen auf dem Beckenboden vorsehen. Hier ist sowieso am allerwenigsten los. Ich halte an, um die Schüler, die mit und ohne Schnorchel quer durchs Becken Wettschwimmen veranstalten, vorbeizulassen, weiche dem Ball aus, den zwei Teenager hin und herwerfen und komme dem Beckenrand nicht zu nahe, an dem weitere Teenager Popoplatscher üben, mit möglichst großem Spritz- und Welleneffekt. Nur einmal komme ich fast nicht weiter, weil zwei junge Damen in der Mitte des Beckens innehalten, um sich zu unterhalten, aber sie schwimmen freundlich zur Seite, als ich angejoggt komme, und auf jeden Fall sind heute nicht so viele Kampfschwimmer unterwegs, die unerbittlich und unter einem gewissen Wellengang ihre Bahnen verfolgen.

Die blonde Badeaufsicht sitzt derweil in ihrem Turm und unterhält sich mit einigen jungen Männern, die den Turm hinaufschielen.

Also, es geht doch. Mara Muskelprotz klettert aus dem Becken, die Muskeln gestärkt und frisch und bereit für eine weitere Runde Schreibtisch.

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§ 6 Antworten auf Spaßnudel statt Muckibude

  • MIA sagt:

    Oh wie wunderbar. Ich würde auch gerne ohne Kind heute im Schwimmbad liegen.. aber ebendieser ist ja krank und will gepflegt werden. Wenn auch gerade von der Omavertretung…. Und frei hätte ich auch nicht, wenn er nicht krank wäre.. Ein Teufelskreis!

    Übrigens finde ich es gut, dass du dich durchgesetzt hast, mit der Poolnudel =)

  • Mara sagt:

    Also Liegefläche war da keine 😉 , ich wollte ja auch wieder an den Schreibtisch, ich musste mich halt mal abkühlen. Dem kleinen Ausbilder wünsche ich gute Besserung! Vielleicht ist ihm der Wechsel von Heiß auf Kalt nicht bekommen? Das ist schon eine Belastung für einen kleinen Jungen. Liebe Grüße und vielleicht reicht es ja, wenn du die Füße in eine mit kühlem Wasser gefüllte Wanne stellst. So mache ich das, wenn ich abends noch draußen sitze und die Kinder um mich herum planschen.

  • aleXXblume sagt:

    Aquajogging – das hört sich ja lustich an! Wie geht denn das?

    • Mara sagt:

      Naja, joggen im Wasser, ich habe jedesmal Muskelkater. Und habe richtig Muckis bekommen.

      • aleXXblume sagt:

        Joggen im Wasser, soweit war ich aufgrund Deiner Ausführungen schon. 😉 Aber wo kommt die Schwimmnudel hin, wenn man sie dabei ja nicht sieht, sie sich also unter Wasser befinden muss?

      • Mara sagt:

        Als Schleife binden (so wie die A/DS-Schleife) und als Schwimmstühlchen benutzen, ich will mir aber eigentlich einen Schwimmgürtel kaufen, der sieht dann hoffentlich nicht mehr nach Spiel und Spaß aus, sondern nach ernsthaftem Trainingseifer 😉

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