Zwillingsblog meets Wissenschaft

5. August 2012 § 9 Kommentare

Gestern wurde ich gefragt, ob eine Passage aus meinem Blog in einer Bachelorarbeit zitiert werden dürfe. Klar, darf sie. Und wo ich schon dabei war, habe ich gleich zwei Fragen beantwortet, nämlich folgende …

1. Was verbindest du mit dem Begriff „Mutter“ (deine ersten Gedanken)?

2. Was für Muttersünden hast du schon begangen (also Sachen, die eine „gute Mutter“ nicht macht – nur die, die dir einfallen und die du sagen magst)
Die Arbeit hat den Mütter-Mythos zum Thema. Die Antworten werden ohne Namen zitiert. Also, wer sich traut, sie hier zu beantworten, bitte gerne! Ich bin auch gespannt auf eure Antworten. Wer lieber anonym schreiben mag, kann mir auch gerne eine Mail schicken, an mara pünktchen solanum et web pünktchen de, ich leite sie dann weiter, oder einfach ein anderes Pseudonym benutzen.

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§ 9 Antworten auf Zwillingsblog meets Wissenschaft

  • aleXXblume sagt:

    Frage 1: Liebe, Verantwortung, eigene Bedürfnisse zurückstellen (im positiven wie negativen Sinne)
    Frage2: Uuuuuh. Tabuuuus! Ehrliche Antwort?
    Naja. Ich habe meine Kinder alle schon mal geschlagen (also nicht verprügelt, aber ihnen einen festen Klaps gegeben). Ich habe alle schon mal angebrüllt und ihnen dabei wenig Schmeichelhaftes und auch z.T. Demütigendes um die Ohren gehauen. Eine Situation liegt mir dabei am meisten im Magen: meinen Großen habe ich einmal gezwungen, sein Abendessen aufzuessen, da war er ca. 2 Jahre alt. Ich hab ihn richtig übel angeschrieen und er war dann sehr sehr durcheinander, weil er das so von mir nicht kannte (und was ich auch nie wieder gemacht habe). Auslöser war, dass ich eine heftige Diät durchgezogen habe und vor lauter Hunger einfach nicht mehr verstehen konnte, wieso dieses Kind nicht essen will, was ich so gerne hätte… 😦
    Eine weitere Muttersünde, die ich immer wieder mal begehe: Ich parke meine Kinder vor dem TV. Ab und an weiß ich mir einfach nicht anders zu helfen, wenn ich wichtige Dinge erledigen muss oder selber völlig krank und/oder erschöpft bin. Ich habe dann immer ein schlechtes Gewissen, aber finde auch keine andere Lösung.

  • MiA sagt:

    Frage 1: Unendliche Liebe,die man sich so bisher gar nicht vorstellen konnte, die Bereitschaft zu verzichten (ähnlich wie bei AleXXBlume, nämlich sich selbst weniger wichtig zu nehmen und eher nur noch an andere zu denken), bereit zu sein, im Fall der Fälle wie eine Löwin für das Kind zu kämpfen.

    Frage 2: Ach, was nimmt man sich nicht alles vor, was man auf keinen Fall macht… auch hier geht es mir ähnlich wie aleXXblume. Geschlagen bisher zwar noch nie, aber ich habe schon gebrüllt, was ich von mir so nicht kannte, aber man kommt tatsächlich in Situationen, in denen man sich unendlich hilflos fühlt und aufeinmal legt sich da so ein Schalter um…
    Eine „gute Mutter“ gibt ihrem Kind sicher auch keine Limo zu trinken oder lässt es einen Film gucken.
    Manchmal fühle ich mich wirklich wie eine Rabenmutter… habe aber den Eindruck, dass es meinem Kind trotzdem irgendwie gut geht 😉

    • tine sagt:

      1.
      wunderschön, sauanstrengend, permanente Gratwanderung, Leben / Prioritäten auf den Kopf gestellt, / Alltag wird unplanbar.

      2.
      keine (die mir gerade einfallen), bloß meine Vorstellung davon, was eine gute Mutter macht, hat sich total verändert :)))

    • aleXXblume sagt:

      Oh ja, Mia, genau so hatte ich das mit dem Zurücknehmen gemeint! 🙂

    • tine sagt:

      „Eine “gute Mutter” gibt ihrem Kind sicher auch keine Limo zu trinken oder lässt es einen Film gucken.“
      Wieso denn nicht? Mache ich auch, aber ich habe gar nicht das Gefühl, dass das eine gute Mutter nicht macht.

      (die Gänsefüßchen bei der „guten Mutter“ in der Fragestellung sind für mich etwas schwer zu fassen.. deswegen finde ich die Frage schwierig zu beantworten )

      • Mara sagt:

        ich sehe das ähnlich, habe aber auch ein schlechtes gewissen, wenn ich beispielsweise melek einen film gucken lasse, der auch noch möglichst lang ist, weil ich pause haben will. ich betrachte das mittlerweile als notwehr. mit limo bin ich streng, weil meine kinder dann einen zuckerschock kriegen und völlig hibbelig sind. bei kindergeburtstagen und ähnlichen anlässen dürfen sie den zuckerschock aber gerne mal haben. es geht vllt um das ausnahmsweise. andererseits merke ich, dass die messlatte, was „gute erziehung“ angeht, schon sehr hoch liegt, selbst gesteckt oder medial aufgedrückt? ich weiß es nicht.

  • Nicolas sagt:

    Schön, dass du so offen damit umgehst und einem Studenten bei der Bachelorarbeit hilfst! Bei meiner Arbeit hatte ich mit 2 Bloggern zu tun, die nicht erwähnt werden wollten…

    • Mara sagt:

      kann ich verstehen, ich habe das auch schonmal mitgekriegt, dass eine blogmutter eine böse anonyme mail bekommen hat, weil sie missverständlich formuliert hatte. ich übe mich aber im outen und versuche, möglichst ehrlich zu sein.
      dann sind die anderen es auch. meistens.
      was war denn das thema deiner arbeit?

      p.s. an alle leserinnen, ihr könnt auch gerne anonym unter einem anderen pseudonym antworten oder mir mailen. ein paar antworten mehr wären echt schön! auch die nichtmütter sind herzlich aufgefordert, die erste frage zu beantworten.

  • Mamachaos sagt:

    Frage 1 : Absolutes Glück und manchmal tiefe Verzweiflung.
    Ich bin nicht mehr der Nabel meiner Welt (meistens), was sehr entspannend sein kann. Liebe wie ich sie vorher nicht gekannt und nicht erahnt habe. Mit der Geburt meiner Tochter bin ich zu einer Löwenmutter geworden, dieser Beschützerinstinkt…

    Frage 2 : Ich gerate manchmal an meine Grenzen, ich kann dann nicht mehr ganz klar denken und schreie auch mal. Keiner schafft es mich derart an meine Grenzen zu bringen wie meine Kinder. Geschlagen habe ich das Mummelchen ein Mal auf den Popo, es hat überhaupt nichts gebracht und es wird auch nicht mehr vorkommen, trotzdem kann ich meine Kraft manchmal schwer einschätzen und habe sie das eine oder ander mal zu fest angefasst (am Arm). Andere Sünden wären wohl Bestechung und manchmal aus Beuqemlichkeit oder der Einfachheit halber Dinge zu erlauben oder durchgehen zu lassen die ich normalerweise nicht erlaube ( Süsses, TV) . Eine weitere Sünde wäre, dass ich meine Kinder schon mal im Auto lasse, wenn sie Schlafen und ich ganz schnell in die Apotheke oder so muss. Gott klingt das schlimm! 😦
    Ich denke trotzdem dass ich zwei gesunde, selbstbewusste, trotzige, wilde glückliche Mädchen habe. Also Rabenmutter hin oder her so falsch kann es nicht laufen.

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