Happy birthday, Mara!

18. Oktober 2012 § 26 Kommentare

In dieser Familie ist es gar nicht so leicht, Geburtstag zu haben. Letzte Woche wurde mein Mütchen bereits durch Ehemanns Ankündigung gekühlt, just an diesem Tag unterwegs zu sein.

„Aber das warst du letztes Jahr doch auch schon?“ warf ich ein.

„Na, dann“, blödelte der Herr, „dann bist du das ja schon gewohnt.“

Der kleine Riesensohn startete seinen Tag mit lauten, empörten und schließlich beängstigend wütenden „MAMA!!!“-Rufen, die ich, ganz wie es meine Gewohnheit ist, ignoriere. Sonst würde ich ja wahnsinnig.

Schließlich ergab er sich den Regeln des Anstands und kam die Treppen herunter.

„Na, kleiner Riesensohn, willst du mir erstmal gratulieren? Ich habe heute Geburtstag!“ begrüßte ich ihn freudig.

„Nein, hast du nicht“, wehrte er ab, „woo? sind? mei? ne? Hosen??“

Später erklärte mir der beste Ehemann von allen, dass mir landauf landab kein einziges Kindergartenkind Glauben schenken würde, da die untrüglichen Beweise für das Vorliegen eines Geburtstages – Pappkrone mit Glitzer und Kerzenlokomotive  – fehlten.

Nunja.

Immerhin waren wir abends zuvor ausgegangen. Genauer gesagt wurden wir hinausgeworfen, von Elisabeth nämlich, die der Meinung war, wir sollten uns einen schönen Abend machen. Nachdem das ältliche Ehepaar Solanum im nächstgelegenen Park im Schatten der Platanen per EiFon das Kinoprogramm studiert hatte, entschied es sich dann doch für süßen Federweißen, denn – mal Hand auf`s Herz – wenn um zwanzig nach acht Looper startet, schlummert Mütterchen normalerweise tief und fest der zweiten REM-Phase entgegen.

Ein bisschen Kino gab es dann doch noch, denn nachdem wir uns in unser Haus zurück und dort ins Wohnzimmer geschlichen hatten, bewältigten wir, tapfer gegen die Müdigkeit ankämpfend, die so ein Federsüß mit sich bringt, noch die letzte Dreiviertelstunde von Invictus (sehr schöner Film!), dessen Anfang ich schon beinahe wieder vergessen hatte; an unserem letzten Filmabend hatte die Müdigkeit gewonnen.

Morgen feiern wir dann weiter, haben Mann und Frau beschlossen, außerdem feiere ich am Wochenende, wenn die Freundin kommt, übernächste Woche, wenn die Knaben-Oma vorbeischneit, und für den Frühling plane ich ein Festchen auf dem Spielplatz für die restlichen Freunde.

Und bis dahin hat hoffentlich jemand dem kleinen Riesensohn erklärt, dass Mütter auch Geburtstag haben. Auch ohne Krönchen.

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