Lalaleistenbruch

23. Oktober 2012 § 2 Kommentare

Wenn das Kind nach der Narkose erwacht und benommen vor sich hin lallt und ärgerlich wird, weil weder Mutter noch Vater es verstehen – „Willst du Tukan haben? Ein Brot? Was trinken?“ – und sich dann herausstellt, dass der Junge jetzt endlich nach HAUSE will, weil er dort FILME gucken darf,

dann entspannt sich das mütterliche Hasenherz und es tut ihr von Herzen leid, dass sie in der Warteküche der ambulant operierenden Kinderarztpraxis wie eine hospitalisierte Raubkatze zwischen Kaffeetisch und Spültheke hin und hergetigert ist, weil sich Schwester Karola deshalb dazu veranlasst sah, im OP nachzufragen, ob alles in Ordnung sei.

War es.

Und heute nach der Nachuntersuchung ließ es sich der kleine Riesensohn nicht nehmen, die Rolltreppe entgegen ihrer Laufrichtung hochzurennen, obwohl Dr. Seelenruhig ihm noch Bewegungslosigkeit verordnet hat.

Nur wie bekomme ich das Kind ruhiggestellt, wenn ich nachher die Zwillinge aus dem Kindergarten abgeholt habe?

Vielleicht eine Stunde basteln und wenn sie anfangen zu toben, schauen wir ein zweites Mal die nette Disney-Serie von der Spielzeugärztin … Mehr morgen. Jetzt muss ich ersteinmal Kraft tanken, bis morgen bin ich alleinerziehend.

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