Pragmatisch, menschlich, gut.

5. Februar 2013 § 2 Kommentare

Der Kinderarzt ist pragmatisch. Oder kinderlieb.

Vermutlich beides. An Tagen wie heute komme ich gar nicht zu dem durch. Die Sprechstundenhilfe stellt die Diagnose. Telefonisch.

„Was hat er denn?“

„Fieber seit gestern, gestern morgen waren es 37,8 °C, nachmittags besser, tja, und bisschen Husten, bisschen Schnupfen.“

„Das ist die Grippewelle, Frau Solanum, die geht grad rum. Alle Kinder haben hier die gleichen Symptome. Die Frage ist, ob es für den Sohn nicht besser ist, er bliebe im Bett?“

Das kommt mir entgegen. Sohni ist zwar rot und heiß, hat aber blanke Augen und trinkt.

„Es ist wegen der Krankschreibung“, erkläre ich, „ich bin nämlich auch krank. Und wenn wir beide krank sind, kann mein Mann zu Hause bleiben.“

Wir einigen uns darauf, dass der beste Ehemann von allen die Krankschreibung und das Rezept abholt, Sohni darf im Bett bleiben.

Meine Hausärztin, die ich liebe, weil sie, obwohl ich selten da bin, anscheinend meine ganze Krankengeschichte im Kopf hat, schreibt mich auch krank. Bis Freitag.

„Kann ich Sie noch irgendwie heilen?“

„Nee“, sage ich, „ich glaube, ich brauche einfach mal ein paar Tage im Bett.“

Am Freitag darf ich wiederkommen, falls wir weitere ehemannbetreute Krankentage brauchen. Und ab Mittwoch denken wir dann über Medikamente nach.

Und jetzt geht´s weiter. Mit Power-tussling.

 

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