Unglücksfallen

15. März 2013 § 6 Kommentare

Ich will ja gar nicht jammern. Während andere Menschen alle naslang unverschuldet ihren Job verlieren, an den falschen oder gar keinen Partner geraten, in schwere Unfälle verwickelt sind oder schlimme Diagnosen bekommen, sind es bei uns Dinge von geringerem Ausmaß, die uns dennoch ins Schleudern bringen.

Die letzte Unglücksfällchen-Serie begann vor zwei Wochen, als ich das Badezimmerfenster einschlug, weil der Schlüsseldienst unsere einbruchssichere Tür nicht aufbekam. Dann verlor ich meinen Haustür-, Fahrrad- und Gartenschlüssel, genauer gesagt verlor ihn Maxe, als ich ihn das Treppenhaus hinauftrug, um ihn ins Bett zu legen. Es war im ersten Stock, als ich hörte, wie er ihn fallenließ. Seitdem ist er weg.

Das Handy, das ich bei Freunden liegengelassen hatte, wurde vom Ehemann an Sohnis Haken im Kindergarten gehängt, aus der Tasche entführt, wieder gefunden und dann vom Tisch der Erzieherinnen gemopst. Sicherlich dachte ein Kind, es wäre zum Spielen, weil das Display zwei bildschöne Risse aufweist und damit als kaputt eingestuft wurde, Harald läuft übrigens immer noch frei herum.

Gestern nun wurde der kleine Riesensohn von der gleichaltrigen Freundin herum- und dann auf die Nase geschleudert und weil er hernach schielte, obwohl das Auge dies häufiger, in letzter Zeit seltener tut, sind wir dann doch ins Krankenhaus gefahren. Die diensthabende Ärztin fand einen Tropfen Blut im Ohr, und deshalb sind wir dann dort geblieben, mit der üblichen Prozedur: Blutdruck messen, Vitalwerte messen, Pupillenreflexe messen (ja, auch alles nachts alles zwei Stunden) und das ganze mit einer anderen Familie im Zimmer, dessen Baby schnauft und Mutter hustet.

Heute nachmittag dürfen wir wohl raus, wenn der Durchgangsarzt den kleinen Riesensohn noch einmal gecheckt hat.

Was wir in den letzten 24 Stunden im Krankenhaus alle gelernt haben, das berichte ich dann nächste Woche. Zeit für´s Mittagsschläfchen. Oder doch lieber noch einmal Blutdruck messen?

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§ 6 Antworten auf Unglücksfallen

  • Man ist froh, wenn man wieder raus ist. Und hat Mitleid mit den anderen Eltern im Krankenhaus.

  • MiA sagt:

    Oh weh… drücke die Daumen, dass jetzt alles okay ist, ihr bald heim könnt und das die Serie nun abreißt… langsam glaube ich, 2013 hat es in sich… die 13 am Ende ist wohl doch nicht so der Glücksbringer…

    • Mara sagt:

      Yip, gestern abend wurden wir entlassen. An Unglückszahlen glaube ich nicht, und im Vergleich zu anderen Unglücksfällen sind unsere Fällchen Gott sei Dank nur Fällchen. Liebe Grüße und dir ein schönes Wochenende, 🙂

  • aebby sagt:

    Ich hoffe dem Riesensohn geht es wieder gut – so ein Schreck ist auch ein guter Grund zum Jammern (Krankenhaus in jedweder Form auch).

    • Mara sagt:

      Er hat immer noch (oder schon wieder?) Kopfweh, die Nase ist gelblich-grün und schlecht ist ihm auch. Ich fürchte, wir sind heute schon wieder beim Kinderarzt …

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